Textilien natürlich färben – umweltschonende Unikate

Stoffe mit Naturfarben zu färben ist nicht nur fantastisch, um seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, sondern auch eine umweltschonende Methode, um Unikate zu schaffen. Mit Pflanzen, Beeren und Gewürzen Textilien einzufärben, ist umweltfreundlicher, gesünder für die Haut und kostengünstig noch dazu.

Damit der Stoff die Farbe auch gut annimmt, verwende ich zum Färben ausschließlich Naturfasern. Synthetische Nähte oder Säume lassen sich oft gar nicht färben oder nehmen die Farbe anders auf. Baumwolle oder Leinen eignen sich am besten. Außerdem sind natürliche Textilien bei sommerlichen Temperaturen viel angenehmer zu tragen.

Hast Du ein weißes T-Shirt, das Du aufmotzen möchtest? Oder möchtest Du Deiner Unterwäsche einen neuen Farb-Ton verleihen? Easy! Dazu brauchst Du nur wenige Materialien:

– Weißen Stoff oder Bekleidung aus Naturmaterialien wie z. B. Baumwolle
– Weißwein-Essig (für pflanzliche Färbung) oder Salz (für Beerenfärbungen)
– Färbemittel (z. B. Himbeeren, Spinat, Kurkuma, Kaffee, Tee, etc.)
– Töpfe
– Evtl. Gummihandschuhe

Vor dem Färben ist es wichtig, die Stoffe zu waschen, um sie von etwaigen Chemikalien zu befreien. Dies könnten Deodorant-Spuren sein oder Chemikalien aus der Produktion, welche die Farbaufnahme beeinflussen oder gar verhindern können.

Vor der eigentlichen Färbung musst Du den Stoff zunächst beizen, um ihn für die Farbe empfänglich zu machen.  Auch dazu brauchst Du keinerlei chemische Mittel; mit Essig (für die Färbung mit Pflanzen) und Salzwasser (für die mit Beeren) geht das hervorragend.

Für die Beize  mischst Du in einem großen Topf acht Tassen Wasser mit zwei Tassen Essig und weichst darin Deinen Stoff für eine Stunde bei schwacher Hitze auf dem Herd ein. Bei einer Beerenfärbung verwendest Du statt der Essig-Beize eine Lösung von einer halben Tasse Salz und acht Tassen Wasser.

Wenn die Stoffe gebeizt sind, wäschst Du sie einmal von Hand durch und wringst den Stoff gut aus. In verschiedenen Töpfen kannst Du nun die Färbe-Bäder ready machen. Ich habe mit Kurkuma (senfgelb), Himbeeren (zartes rosa/lila) und Schwarztee (beige/braun) gefärbt. Dazu bringst Du Wasser in den Töpfen zum Kochen und mengst die Zutaten so an, dass Du die gewünschte Farbe erreichst.

Beim Kurkuma habe ich 4 EL Pulver mit einem Liter Wasser gemischt und beim Schwarztee 8 Teebeutel auf einen Liter Wasser verwendet. Für die Himbeer-Mischung habe ich 300g gefrorene Bio-Himbeeren in zwei Liter Wasser aufgebrüht. Wichtig: die gekochten Himbeeren mit dem Sieb abgießen und die Textilien nur im „Himbeer-Wasser“ köcheln. Die Beeren-Stücke machen sonst die Wäsche fleckig.

Wenn die Farbmischung aufgekocht ist, lässt Du die Brühe auf niedrigster Stufe mit dem Stoff für eine gute Stunde köcheln. Vergiss nicht, gelegentlich umzurühren, damit der Stoff gleichmäßig gefärbt wird. Es sei denn, Du stehst auf den Batik-Look. Ich empfehle Dir, den Stoff nach dem Färben zuerst gut trocknen zu lassen und erst nach ein paar Tagen oder dem ersten Tragen zu waschen. Das garantiert Dir eine länger anhaltende Farbintensität. Ebenso hilft es, den Stoff nicht wärmer als 30 Grad zu waschen.

GIULIA ist Junior Head of Love bei im gegenteil. Sie fotografiert, malt und näht, liebt den Geruch von frisch gewaschener Wäsche, stöbert Stunden durch Flohmärkte und Second-Hand-Shops und kann kaum genug kriegen von italienischem Essen. Geht immer. Konzerte übrigens auch. Und in Berlin kriegt man davon sooo viel, das ist herrlich. Zum Verlieben schön.

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