Schweiß auf deiner Haut

Wir begegnen uns in der Sauna. Hätte ich gewusst, dass du auch hier sein könntest, wäre ich niemals gekommen. Denn du bist gefährlich. Du zerstörst das Leben, welches ich lebe, allein durch deine Existenz.

Ich betrete den Raum und unsere Blicke treffen sich. Ein Schock jagt mir durch den Bauch. Danach Kribbeln. „Geh weg“, denke ich, doch meine Beine gehorchen nicht, treiben mich voran und setzen mich dir gegenüber. „Lauf“, denke ich, doch meine Augen taxieren dich. Deinen erhitzten Körper. Die Schweißtropfen, die ganz langsam über die Wölbung deiner Muskeln rinnen.
Dein Blick haftet an meinem. Ein leichtes Lächeln umspielt deinen Mund. Ein wissendes Lächeln. Fast schon ein Gewinnerlächeln. Klar. Du weißt, dass ich dir längst aus der Hand fresse. Und jetzt, heute, hier, ist deine Chance gekommen, mich zu fangen.

Ich kann nicht anders und lasse mich auf dieses Spiel ein. Die Atmosphäre ist zu angespannt, zu heiß, um es nicht zu tun. Mit überschlagenen Beinen schaue ich dich an. Direkt in deine tiefen, blauen Augen. Du fixierst meinen Blick. Ich bewege die Beine, öffne sie ein paar Zentimeter, um dann das eine über das andere zu schlagen. Dein Mundwinkel zuckt und jetzt weiß ich, dass auch ich dich in der Hand habe.

Wunderbar. Du willst mich?

Fang mich, wenn du kannst.

Keine zwei Minuten vergehen, dann bin auch ich klitschnass. Vor Hitze, von Schweiß, vor Erregung. Immer wieder streiche ich ganz sachte den Schweiß von meinen Armen, von meinen Beinen, von meinem Bauch und schließlich von meinen Brüsten. Du kannst nicht anders, als dich auf den Bauch zu legen. Wir sind nicht alleine hier. Dennoch, dein Blick bleibt stets an mir haften.

Bis eben war das ein Spiel. Eines, welches wir bereits viel zu weit getrieben haben. Doch jetzt verändert sich etwas zwischen uns. Du hast mich in der Hand, ich habe dich in der Hand. So war es gerade noch, da war von Wollen keine Rede. Nur von Versuchen.

Jetzt will ich dich und du willst mich. Das sehen wir einander an. Also stehe ich auf, gehe zur Tür, drehe mich um und sehe dich ein letztes Mal an. Mein Kopf macht eine kleine Bewegung die dir signalisiert: „Komm mit!“

Du kannst so einfach nicht aufstehen, also binde ich mir das Handtuch um, setze mich in einen Stuhl im Vorraum und beobachte die Tür zur Sauna, in der du, in der mein Verhängnis lauert. Ein paar Minuten vergehen. In mir steigt eine Hitze an, die die Temperatur der Sauna bei weitem Übersteigt. Meine Lippen beginnen zu pulsieren. Ich denke gerade „ich werde verrückt, wenn er nicht bald da raus kommt“, als die Tür aufgeht. Du erscheinst. Mit dem Handtuch um die Hüften. Ich stehe auf und sehe dich an. Gehe bereits weiter, erkenne noch, wie erneut eine Wölbung unter dem Handtuch entsteht. Ich kenne meinen Weg. Kennst du ihn auch?

Dann stehe ich vor der Tür zu den Umkleiden. Ein letzter Blick über die Schulter, du stehst bereits hinter mir. Ich kann deine Erregung an meinem Po spüren. Es geht alles sehr schnell. In gefühlt einer Sekunde sind wir beide in der verschlossenen Kabine. Du entreißt mir das Handtuch und lässt deins zu Boden gleiten. Dann packst du meinen Po, hebst mich hoch und ich schließe voller Begierde und Hitze meine Beine um dich. Du drückst mich gegen die Wand und dringst in mich ein. Du bist so hart und groß, dass mir ein Stöhnen entweicht. Wie ein schwerer Seufzer der Erleichterung.

Endlich kann ich dich spüren. Endlich gibt es nur noch dich und mich. Deine Haut auf mir. Dein Geruch an mir. Dein Schwanz in mir. Ich will dich so sehr, dass es schwer fällt, dich nicht selbst zurückzudrängen und dich mit all der Hitze und Lust einfach besinnungslos zu ficken. Ich lasse dich gewähren. Ich lass dich mich dominieren, weil ich genau das will. Ich will, dass du mich stößt. Ich will, dass du dir nimmst, was immer du willst.

Ein paar heftige Stöße, dann ziehst du ihn raus. Lässt mich zu Boden sinken, um mir deinen Schwanz in den Mund zu schieben. Wollüstig, gierig umschließe ich ihn mit meinen Lippen. Sauge ihn in mich auf. Führe ihn in meinen Mund, bis ich an deinen kurz geschnittenen Haaren angekommen bin. Nun entfährt auch dir ein Stöhnen. Ich spiele mit deiner Eichel, lasse meine Zunge all die Leidenschaft erfüllen, die wir so lang ersehnt haben. Ich merke, dass du kurz davor bist zu kommen, ziehe in raus und will dich mir ins Gesicht kommen lassen. Aber du hast andere Pläne.

Du ziehst mich hoch, drehst mich um, packst mein Becken und gleitest mit einem heftigen Stoß erneut in mich. Deine Finger umschließen meinen Kitzler und lassen mich dich bei jedem weiteren Stoß noch intensiver spüren.

In dem Moment, in dem alles an mir zu vibrieren beginnt, ich vor Ekstase keine Luft mehr bekomme und du mir den Mund zuhältst, um mein Stöhnen zu ersticken, pulsiert dein Schwanz in mir auf und auch du musst an dich halten, nicht in lautes Stöhnen zu verfallen.

Danach bleibst du in mir. Wir atmen zusammen und spüren die Intensität des soeben Erlebten nach. Du küsst meine Schulter, meinen Hals. Dann gleitest du aus mir heraus. Ich öffne die Tür der Kabine und gehe hinaus. Ich will dich nicht ansehen. Zu groß ist die Angst, ich würde erkennen, dass deine Lust erloschen ist.

Als ich die Kabine verlasse, packst du meinen Arm. Du drehst mich nicht zu dir um, sondern flüsterst mir nur ins Ohr: „Das. Mit dir. Immer wieder.“ Dann lässt du mich los und ich gehe.

sozusagen lebt und wirkt bei Hamburg und wurde in den 80ern geboren. Sie hängt oft hinter Gedankenschleiern, ist in ihrem extrovertiert Sein oft introvertiert (oder umgekehrt) und ist sich noch immer nicht ganz sicher, wer sie ist, was sie in diesem Leben soll und wie sie die Zeit in ihrem Leben am sinnvollsten gestaltet. Ihre Texte stammen zum Teil direkt aus ihrem Herzen und Leben. Andere Texte sind der Feder ihrer Kreativität entsprungen. Dennoch sind auch die frei erfunden stets real. Für alles andere möchte sie Raum für Fantasie lassen.

Headerfoto: ▲ r n o via Creative Commons Lizenz 2.0 (Sexy Times imprint added)!

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