Reizüberflutung auf der Sexparty

Hand in Hand gehen wir auf die Eingangstür des Clubs zu. „Ich bin irgendwie nervös“, sage ich. „Ich auch“, sagst du und lächelst mich an. Uns wird die Tür von zwei Herren geöffnet, die beide einen schwarzen Anzug tragen. Am Tresen erhalten wir einen Schlüssel für einen Spind und eine kleine Einführung. Wir sind neu hier. Jungfräulich sozusagen (was auch zum Thema passt).

Nach der kurzen Einweisung begeben wir uns auf den Weg in eine neue Art der Sexualität. Wir erreichen die „Tanzfläche“ und sehen uns beide schüchtern um. Auch wir werden gemustert. Neben einem Käfig und einer Stripstange gibt es auf drei verschiedenen Ebenen „Spielwiesen“. Auf diesen sind auch bereits einige der Anwesenden vergnügt zu beobachten.

Dieses „Date“ der besonderen Art, heute Abend, hat in uns beiden freudige Erregung ausgelöst. Als wir heute morgen am Frühstückstisch saßen und über den Abend sprachen, kamen wir erneut auf dieses Thema und dass wir gern einmal Gast auf einer solchen Party wären. Also Laptop aufgeklappt, Google gefragt und in nur wenigen Minuten stand unser Date fest.

Hier sind wir also, umgeben von halbnackten Körpern, attraktiven und weniger attraktiven Menschen, die sich zaghaft, aber auch hemmungslos ihrer Lust hingeben.

Verschiedene Paare haben Sex in den unterschiedlichsten Positionen auf den Spielwiesen.

Dem einen Herren wird mitten auf der Tanzfläche einer geblasen. Verschiedene Paare haben Sex in den unterschiedlichsten Positionen auf den Spielwiesen. Wir haben uns darauf geeinigt Voyeure zu sein und nicht mehr. Also sehen wir zu, immer darauf bedacht, niemals die Hand des anderen loszulassen, einander immer nahe zu sein, damit auch ja kein anderer auf die Idee kommen könnte, man könne einen von uns einzeln haben.

Erinnerst du dich an die vielen Partys, auf denen wir am liebsten übereinander hergefallen wären? Mitten auf der Tanzfläche, oder bei den Toiletten oder oder oder? Ich erinnere mich sehr gut. Hier hätten wir die Möglichkeit dazu, dennoch sind wir sehr gehemmt. Ich, für meinen Teil, bin vollkommen überreizt von der rohen Sexualität, die einem hier entgegenschlägt.

Ich bin längst hemmungslos feucht und auch dich kann ich ganz deutlich unter deiner Hose spüren.

Irgendwann wechseln wir von der Tanzfläche auf eine Treppe, von der aus sich die Spielwiesen gut überblicken lassen. Einander zuflüsternd kommentieren wir das, was wir dort sehen. Ich bin längst hemmungslos feucht und auch dich kann ich ganz deutlich unter deiner Hose spüren. Dennoch wage ich nicht, mich dieser Lust hinzugeben. So viele Augen, die dabei auf einen gerichtet sind. So viele Blicke. Ich fühle mich unter Druck gesetzt.

Aber knutschen … knutschen tut man auch auf öffentlichen Straßen, also kann ich das auch hier tun. Ich drehe mich zu dir um und lege ganz zaghaft meine Lippen auf deine. Ebenfalls zaghaft erwiderst du meine Kuss. Wenige Sekunden später versinken wir ineinander und können komplett ausblenden, was um uns herum geschieht. Deine Hand gleitet über meine Brüste und über meinen Po. Meine Hand gleitet zwischen deine Beine und liebkost deinen harten Schwanz.

„Separee?“, frage ich. Du nickst.

Als sich meine Lippen von den deinen lösen, damit wir uns einen Schlüssel zu einem der Separees holen können, wird mir schwindelig und ich merke, dass ich meinem Vorschlag zu dem Separee nicht gerecht werden kann. Ich entschuldige mich. Ich erkläre, dass ich nicht mehr einordnen kann, ob ich mit dir in dieses Separee möchte oder mitgehe, weil ich es für angebracht halte. Aber du kennst mich. Du nimmst mir das nicht übel.

Also verlassen wir den Club. Hand in Hand, mit einem Lächeln auf den Lippen. Dies ist selbstverständlich nicht das Ende des Abends.

Immer wieder muss ich deine Hand von mir nehmen, weil ich noch nicht kommen möchte.

Zu Hause, in unseren sicheren vier Wänden können wir gar nicht schnell genug aus unseren Klamotten kommen. Oh mein Gott, kaum habe ich deinen Schwanz in der Hand, denke ich mir, dass ich dich noch nie bewusst so hart erlebt habe. Und auch als du merkst, wie feucht ich bin, entgleitet dir ein Stöhnen. Immer wieder muss ich deine Hand von mir nehmen, weil ich noch nicht kommen möchte. Ich will, dass du dabei in mir bist. So hart wie jetzt gerade, möchte ich genau das vollends auskosten.

Weil du genau weißt, wie sehr ich auf Dominanz stehe, packst du meine Beine, drückst sie auseinander und gleitest in mich. Verdammt, wie herrlich kann dieses Gefühl sein? Durch all das Erlebte des heutigen Abends und der immer mehr ansteigenden Lust aufeinander, dauert es keine paar Stöße deinerseits und wir kommen gleichzeitig zum Höhepunkt.

Zärtliche Küsse lassen die Nacht ausklingen und mich vollkommen reizüberflutet in deinen Armen einschlafen.

Headerfoto: Modes Rodríguez via Creative-Commons-Lizenz. („Sexy Times“-Button hinzugefügt.) Danke dafür.

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