One Two Threesome | #2

Fortsetzung von Donnerstag.

Ian macht die Tür auf, ich höre Schritte im Hausflur und ihre Begrüßung und weil ich es höflicher finde, auch mal in den Flur zu kommen, um hallo zu sagen, stehe ich auf und schaue vorsichtig um die Ecke. Brody ist weniger zaghaft und umarmt mich sofort, wir lachen alle drei. Mit Drinks in der Hand und klopfenden Herzen setzen wir uns wieder ins Wohnzimmer. Brody und ich sitzen nebeneinander, Ian uns gegenüber auf einem Sessel. Wir reden, es ist spannend aber nicht unentspannt, sogar eher witzig. Wir kichern viel und reden genauso wie in unserem Chat, über alles Mögliche, über Berlin und wo wir gerne tanzen gehen, zwischendurch auch immer wieder über Sex, Tinder, Dreier und uns. Ian fragt, ob er Fotos von uns machen dürfe. Die Idee finden wir alle gut, so zur Erinnerung. Wir einigen uns darauf, dass keine Gesichter auf den Fotos erkennbar sein sollten. Just in case. Jeder von uns könnte jederzeit aussteigen aber uns ist allen klar, dass keiner aussteigen wird. Wir sind viel zu neugierig auf das, was kommt, die Erwartungen auf das Sexabenteuer zu dritt reizt alle. Und irgendwie ist es auch wirklich so, als würden wir uns schon länger kennen. Vielleicht liegt das auch nur daran, dass wir beide mit Ian schlafen und seit knapp 2 Wochen chatten. Voll einfach.Wir reden über Tabus. Verhütung ist wieder Thema, wir einigen uns darauf, dass wir alle Oralsex haben wollen, aber natürlich mit Kondomen verhüten. Hoffentlich hat Ian genug. Ich komme mir irgendwie abgebrüht vor und denke darüber nach, ob es die Stimmung vielleicht doch kaputt macht, als Brody anfängt mich zu küssen. Ganz leicht und vorsichtig. Sie schmeckt nach Gin Tonic und irgendwie süß. Wir knien auf dem Sofa und vergessen Ian für einen Moment, bis er auf einmal hinter mir ist, mein Haar zur Seite streift und anfängt, meinen Hals zu küssen. Ich bekomme Gänsehaut. Brodys Hände wandern zeitgleich mit Ians über meine Hüften, Arme und Brüste. Und dann beugt sich Ian zu Brody und die beiden küssen sich. Ich beobachte sie fasziniert und es macht mich echt an. Man guckt ja eher selten bis nie anderen so nah und lange beim Küssen zu. Ian steht auf und zieht uns ins Schlafzimmer, wo wir uns im Stehen gegenseitig ausziehen und küssen und anfassen und immer wieder ungläubig grinsend angucken. Die Stimmung ist elektrisiert, aber trotzdem ganz entspannt. Ich bin mir absolut sicher, dass es kein Problem wäre, wenn einer von uns doch abbrechen würde. Ich bin mir auch sicher, dass die anderen beiden dann zu zweit weiter machen würden. Das beruhigt mich zusätzlich. Ich liege auf dem Bett. Brody kniet zwischen meinen Beinen, ihre Zunge kreist um meinen Kitzler. Ich versuche zu spüren, ob ich mit geschlossenen Augen an irgendetwas festmachen kann, dass mich gerade eine Frau leckt. Kann ich aber nicht, außer, dass sie es wesentlich besser kann als die meisten Männer. Wunder, oh Wunder. Ian liegt neben mir und küsst abwechselnd mich oder meine Brüste. Manchmal beißt er auch leicht. Meine Synapsen sind absolut überflutet mit Reizen, mehr als Genießen geht gar nicht mehr.Brody hat kleine wunderschöne Brüste. Die Piercings klacken leise gegen meine Zähne während ich ihre Nippel im Mund habe. Ich beiße leicht, sie stöhnt als ich gleichzeitig zwei Finger in sie schiebe. Zeigefinger und Mittelfinger um genau zu sein.Ich will unbedingt wissen, wie sie schmeckt. Ihre Muschi ist klein und irgendwie niedlich. Und sie schmeckt wirklich gut. Süß und nach Sex. Hoffentlich hören wir nie auf damit. Eigentlich dachte ich, dass wir vielleicht überfordert miteinander sein würden. Oder dass die Stimmung kippt. Aber wir sind ein wirklich gutes Team. Alle drei. Keiner wird vernachlässigt. Wir blasen Ian zusammen einen. Abwechselnd und zwischendurch küssen wir uns immer wieder. Er guckt uns dabei zu und kann es anscheinend nicht so richtig fassen. Verständlich, passiert ja auch nicht so oft.

Ian vögelt abwechselnd immer mit einer von uns. Überall liegen aufgerissene Kondompackungen und benutze Kondome rum. Es sind so viele Eindrücke und Erlebnisse, dass alles irgendwie verschwimmt.

Wir haben lange Sex und wir sind alle ziemlich happy. Wir schlafen auch sofort ein, fix und fertig. Ich mag es, zu dritt im Bett zu schlafen, aber auch nur, weil ich nicht in der Mitte liegen muss. Brody muss schrecklich früh aufstehen und verabschiedet sich gefühlt mitten in der Nacht von uns. Als ich aufwache, guckt Ian mich schon an. „Ich kann gar nicht glauben, dass das wirklich passiert ist und es so gut war“, sagt er. Ich kann ihm nur zustimmen. Und weil wir allein die Erinnerung an die Nacht so heiß finden, vögeln wir sofort noch mal miteinander. Wir haben beide einen Funken schlechtes Gewissen, weil Brody nichts davon hat, aber wir schicken ihr ein Bild.

Danach ziehe ich mich an und laufe zur Bahn. Noch auf dem Weg schickt Ian drei Fotos in den Gruppenchat, auf keinem ist ein Gesicht zu erkennen, aber Körper und Sex. Meine ersten Sexbilder. Und sie sind wirklich wunderschön.

Ich muss zugeben, dass ich ein oder zweimal doch über das Risiko nachdenke. Aber ich wusste ja vorher, auf was ich mich einlasse. Einen Test werde ich danach trotzdem machen, ist eh mal wieder an der Zeit.

Headerfoto: Studio Apollonia Saintclair!

6 Comments

  • Liz sagt:

    VERY NICE <3

  • soulero sagt:

    Ich puste mal ein wenig den Staub herunter.

    Schöne Geschichte Nina!

    Ich denke, dass sie genau so gut funktioniert hätte, wenn Brody ein Mann gewesen wäre.

    In Bezug auf die provokative Einleitung vom ersten Teil wäre es natürlich spannend gewesen, wie die Reaktionen ausgefallen wären, wenn die Frau der „verbindene Part“ der zwei Männer gewesen wäre.

  • A sagt:

    Heiss! Finde ich toll, dass du diese Erfahrung machen konntest, es ist wirklich nicht so leicht diese Stimmung zustande zu bringen so, dass sich alle wohlfühlen und angezogen und keiner ausgeschlossen. Viel Spaß weiterhin und lass dich nicht belehren, soll doch jeder so wie will und mit wem er will 😉

  • Fedor sagt:

    Das ist ganz klar der – Achtung – „Höhepunkt“ der Pseudo-Poesie hier… Was ist die beste und v.a. modernste Möglichkeit, die vermeintlich ultimative Selbstbestimmtheit und Emanzipation zu bemühen? Ganz klar: Fickgeschichten! Entzauberung und Indiskretion verursachen weder Gänsehaut noch Erektion… Was soll man(n) besonderes an einer Frau finden, die ihre scham- und tabulose Rolle derart offensiv spielt und verherrlicht? In den Augen solcher Hedonisten müssen wirklich verdammt viele unvollkomme Menschen da draußen rumlaufen (die eben keine Sexbilder von sich besitzen). Wie haltet ihr es nur mit uns aus? Aber Danke für eure Toleranz;-). Versteht mich nicht falsch…unterhaltsam finde ich es trotzdem irgendwie (aber eher in einem trashigen Sinne) und die Autorin hat angesichts ihrer Schreibe bestimmt auch ein richtig gutes Abitur gebaut, aber denkt und erwartet bitte nicht, dass jetzt jeder gleich aus dem Fenster springt vor Neid… In diesem Sinne: Danke für die vielen Schmunzler beim Lesen – war „eh mal wieder an der Zeit“!

    • Nina Wagner sagt:

      Lieber Fedor,

      genau das, was du beschreibst, ist ja das Problem, nicht die Frauen, die über Sex schreiben, sondern Männer, die damit nicht klar kommen. Allein, dass die dahinter vermutete Emanzipation als solche benannt wird, zeigt ja, wie tief die Angst davor sitzt. Kein Mensch verlangt, dass jeder so mit seiner Sexualität umgehen muss. Soll doch einfach jeder machen, was und wie er es will. Intolerant bist hier leider nur du.

      Küsschen

  • ohweh! ich muss kurz an die Luft.
    Fräulein Wagner, wir müssen reden!

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