Was ist nur aus uns geworden?

Ich stehe unter der Dusche – die Augen geschlossen – halte den Kopf so, dass es nur noch rauscht. Ich denke nach. Blind und taub taste ich nach dem Wasserhahn und drehe allmählich immer heißer. Ich denke an Elsa, die heute auf ’n paar Flaschen Rotwein herkommen will.

Wir haben uns vor ’n paar Wochen auf ’ner WG-Party kennengelernt. Natürlich war sie ’ne Freundin von ’ner Freundin von ’nem Freund von mir, ansonsten hätte sie mich wahrscheinlich gar nicht wahrgenommen, wie das oft so ist. Auf der Party kaum gesprochen, ’n paar Blickkontakte, nichts Großes. Später im Club gehörte man zur Gruppe und hat sich ja schon mal gesehen und ist irgendwie auch Freundeskreis geprüft, dabei könnte ich auch ’n ziemliches Arschloch sein, wie jeder andere hier. Wir tanzten im Kreis mit ’n paar Leuten. Ich ließ mich in ihre Richtung treiben, wie auch immer. Abwechselnd wurde getanzt, getrunken, gelacht, nicht gesprochen – geht ja schwerlich nur. Nachdem ich das Gefühl hatte, dass wir ’ne schleierhafte Intimität aufgebaut hatten, fragte ich sie, ob wir eine rauchen wollen, weil ich sie auf der Party vorher hab rauchen sehen und selbst gerade auch irgendwie Bock hatte, wie immer im Suff eigentlich. Auf dem Weg nach draußen: Stille zwischen uns. Dort saßen wir auf ’ner Mauer und sie drehte auf dem dunklen Blumenkleid, oder was das war, aus dem ihre schwarzen Strumpfhosenbeine in den braunen Lederstiefeln verschwanden, zwei Zigaretten. Sie erzählte irgendwas von ihrem Studium, was ich ziemlich öde fand, aber worüber soll man auch sonst reden? Ich hörte ihr zu, wobei ich ihr eigentlich viel mehr beim Reden zusah. Ziemlich betrunken saß ich auf der Mauer und jeder Zug an der Zigarette verstärkte diesen Zustand. Ich fing an darüber nachzudenken, was es bedeutete hier draußen mit ihr alleine zu sein. Sie rauchte und blickte in die Leere vor uns, schaute immer mal zu mir rüber und sah mir wahrscheinlich beim Nicken und Hm – Ja – Genau sagen zu. Mehr sagte ich wohl nicht, wurde auch nichts gefragt. Wir gingen wieder rein, ich holte uns zwei Wodka Mate und war pleite. Zurück bei den anderen änderte sich irgendwas. Erstens standen wir fortan unter Beobachtung der anderen – warum eigentlich? – und zweitens hatte ich jetzt scheinbar das nächste Gütesiegel verliehen bekommen, und zwar ihr draußen nicht auf die Stiefel gekotzt oder sie geküsst zu haben oder was weiß ich. Sie war nur noch um mich herum. Die Kreistanzatmosphäre wurde gesprengt, als wäre ein unsichtbares, stummes Signalfeuer durch die Kunstnebelschwaden der Diskothek in die Köpfe der Leute abgeschossen worden. Letztlich war es nur der Pegel oder was auch immer. Zumindest tanzten wir nun mit wenigen Zentimetern Abstand. Jeder ’ne Flasche in der Hand, berührten sich manchmal unsere Hände. Trinkpausen zerschnitten aufgebaute Nähe – halb tanzend, halb trinkend – welche nach jedem Schluck wieder hergestellt wurde. Als die Flaschen leer waren, zog ich sie zu mir und führte meinen Kopf in Richtung ihres Ohres, als würde ich ihr was sagen wollen, dabei hatte ich die Fähigkeit zu Sprechen vor ’n paar Minuten an der Garderobe abgegeben, dachte ich. Ihre Haare rochen nach Rauch und Shampoo. Ich sagte nichts. Meine Wange klebte an ihrer und unsere Körper aneinander. Das Gespräch draußen ließ zumindest nicht darauf schließen, aber der Typ, der das Signalfeuer abgeschossen hatte, wird schon wissen warum. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich an genau dieser Stelle bei ’ner Frau verkackt habe, aber dieses Mal schien alles zu laufen. Weniger reden, mehr handeln und so, dachte ich. Leichte Entscheidung bei Sprachverlust. Sie brüllte in mein Ohr, dass sie mal auf Toilette müsse. Sie drängte sich durch die Leute und ich stand nun auf der beschissenen Tanzfläche, total besoffen, planlos, wusste nicht, was zu tun ist – kein Geld, keine Sprache, keine Zigaretten. Rundumblick. Wahrscheinlich sind die alle weg, kann doch nicht sein, hat ja keiner Tschüss gesagt. Ich stellte mich erstmal an den Rand und musste direkt pissen, wie verrückt. Hin- und hergerissen, entschied ich mich, das zu erledigen. Als ich zurück war, wusste ich nicht mehr, wo sie war und ob sie schon zurück oder weg oder zurück und dann weg war. Vielleicht hatte sie die Hartgeldrolle in meinem linken Hosenbein bemerkt und es mit der Angst zu tun bekommen. Filmriss.

Was ist nur aus uns geworden?

Zwei Wochen später – die Dusche läuft immer noch, ist halt Winter – sah ich Elsa in ’nem Späti. Ich kaufte gerade Kippen, war angetrunken. Blöde Situation irgendwie. Ich dachte, sie sei geflohen letztes Mal. Sie dachte dasselbe – vermutlich. Völlige Ahnungslosigkeit zwischen uns.
Ich sagte zur Begrüßung: Wo warst du?
Sie antwortet ’n bisschen überfahren: Ähm, Einkaufen.
Sie machte den Eindruck, als wäre sie durch mit uns. War ja eigentlich auch nichts, aber ich hab die letzten Tage nur an sie gedacht und weiß nicht mal warum. Ihr Gequatsche war Schrott und sitzengelassen hat sie mich auch noch – vermutlich.
Ich fragte nach: Einkaufen?
Ja, Einkaufen, wo kommst du denn her?
Nee, wo du hin bist letztens, meinte ich?
Was? Ich kam zurück und du warst plötzlich weg.
Was? Ich dachte… Sie unterbrach mich.
Ja.
Da ist der Groschen gefallen und ich erklärte ihr ziemlich aufrichtig, dass ich den Abend gut fand und so und ’n bisschen enttäuscht allein nach Hause bin. Im Nachhinein wollte ich mich ohrfeigen für diese Ehrlichkeit und den wahrscheinlich dämlichsten Dialog aller Zeiten, aber sie war so freundlich und lächelte nur. Dann kam mir der Gedanke, dass es doch ’n Blödsinn ist, sich zwei Wochen nicht bei dem anderen zu melden, aber wir waren uns wohl beide zu fein. Wir tauschten Nummern und sie sagte: Vielleicht bis bald, was mir den Stecker zog. Vielleicht bis bald, vielleicht bis bald.

Was ist nur aus uns geworden?

Wir schrieben uns nun Nachrichten. Ein Scheiß ist das, wie ’n Ei auf ’nem Löffel über Glatteis balancieren. Nummern getauscht und dann ging’s los. Wer schreibt zuerst? Was schreiben? Ich weiß nicht mal mehr, was sie studiert und nichts eigentlich. Ich weiß, wie ihre Haare riechen, wenn sie besoffen, nachdem sie geraucht hat, mit mir tanzt und dass sie ’n bisschen an den Händen schwitzt und irgendwas an hatte, was ich als Kleid empfand. Ich schrieb:
Hey Elsa. Wie gehts dir?
Ich verfluchte mich und meine Einfallslosigkeit und schrieb noch was.
Schön, dass wir uns heute wiedergesehen haben.
Ich verfluchte mich und mein Pathos und schrieb noch was.
Hast du Lust auf nen Kaffee die Tage?
Ich verfluchte mich und meine drei Nachrichten, die ich nicht mal in eine geschrieben habe, damit sie merkt, was für ’n Idiot ich bin. Die nächsten Stunden verbrachte ich damit mein Handy alle 30 Sekunden in Augenschein zu nehmen und darüber zu philosophieren, was für ein Machtverlust doch das Senden einer Nachricht darstellt. Nach gefühlten zweitausenddreihundert Blicken auf das Display, zehn Nachrichten aus irgendwelchen Gruppen, von Freunden, die ich kurz als ’n Zeichen von Elsa wahrnahm, zog es mir endgültig den Stecker. Ich legte mich hin, das Mädchen ad acta.
Am nächsten Morgen bekam ich ’ne Antwort – toll.
Mir gehts gut. Hab viel zu tun diese Woche, aber nächste Woche vielleicht.
Keine Frage. Viel zu tun. Vielleicht. Ist das ein Spiel oder was? Ich antwortete umgehend.
Ja, dann nächste Woche vielleicht.
Ich verfluchte mich und meine Ungeduld und schrieb noch was.
Kannst dich ja melden, wenn du Zeit hast.
Ich verfluchte mich. Kannst dich ja melden, wenn du Zeit hast. Dann wartete ich sagenhafte sechs Tage.
Sie schrieb.
Hast du heute Zeit für nen Kaffee?
Das ist doch Taktik, dachte ich und antwortete erst Stunden später.
Hey, sorry, habs jetzt erst gelesen. Zu spät für Kaffee?
Sie antwortet direkt.
Muss ja kein Kaffee sein, können ja auch in ne Bar gehen.
’Ne Stunde später saßen wir in ’nem Irish Pub und tranken Newcastle Brown Ale und Fanta. Wir redeten, sie trug ’ne Jeans und Turnschuhe und sah ziemlich leger aus. Verwirrt durch die letzten Tage – und ja, das muss ihre Taktik gewesen sein – war ich ziemlich fern von selbstbewusst und erzählte gefühlt nur Schrott und das in Mengen, was sie mit Nicken Hm – Ja – Genau kommentierte. Nach zwei Stunden Cocktails aus Ungewissheit und Sprechsalat standen wir vor dem Pub und waren im Begriff uns zu verabschieden. Ich wusste nicht, ob ich ihr ’n High Five anbieten, sie umarmen oder davonrennen sollte, also küsste ich sie einfach auf die Wange, was sie kurz ’n bisschen erschreckte. Dabei waren wir uns vor ’n paar Wochen auf der Tanzfläche mal so nah, aber das zählt sicher nicht mehr. Sie sagte War schön, ich muss dann da lang. Auf dem Heimweg – allein – löste sich Zigarette für Zigarette in meinem Mundwinkel auf, wie ’n umgekehrter Ladebalken, der immer wieder von vorne anfängt – oder von hinten?

Was ist nur aus uns geworden?

Ich gehe aus der Dusche, mache mich fertig, die Wohnung aufgeräumt, der Kühlschrank voll mit allem, was man so braucht. Bier, Wein, Schnaps, Schokolade, Pudding, Milch für ’nen Kaffee und vielleicht was zu frühstücken für den Ernstfall. Ist das jetzt das dritte Date? Ist das kein Date? War das letztens ein Date? Zählt das Treffen im Club als Date oder fängt die Zählung erst danach an? Drittes Date bei mir zuhause. Wer kennt das nicht? Die Tatsache, dass sie mit mir ’nen Abend verbringen will, privat, suggeriert mir zumindest, trotz der ziemlich grausigen Vorgeschichte, dass sie mich zu mögen scheint. Es klingelt an der Tür und ich bekomme es kurz mit der Angst zu tun, aber dann, als sie reinkommt, Strumpfhosenbeine und wieder dieses undefinierbare Blumenkleid – verdammt, wie sieht denn ein Kleid eigentlich aus? – geht es mir blendend. Es ist wie im Club, nur ohne Leute und ohne Verstellen. Wir kochen was, trinken Wein, hören den ganzen Abend irgendwelchen Indie und quatschen über Gott und die Welt, über Ethik und dass mittlerweile jedes Kompliment pathetisch geworden ist. Ich fühle mich wohl und sie lacht die ganze Zeit und gibt mir immer mal ’nen Klapps auf den Arm, wenn ich ’nen blöden Spruch mache. Es ist spät geworden und die letzte Bahn ist auch schon lange weg. Wir sitzen uns mit rosigen Gesichtern gegenüber und ich denke, es wäre genau jetzt der perfekte Zeitpunkt sie zu küssen, aber ich verpasse es. Ich verfluche mich und meinen Unmut. Sie scheint das aber nicht zu merken. Kurz darauf gehe ich aufs Klo und denke nach. Wieso immer dieses ganze Taktieren? Einfach machen. Ich wasche mir die Hände und meinen Schwanz, für den Ernstfall. Als ich die Badezimmertür aufmache, steht sie im Mantel vor mir und verabschiedet sich ziemlich reserviert, als sei ihr in den letzten drei Minuten irgendwie die Offenbarung gekommen, was mir komplett den Stecker zieht.

Was ist nur aus uns geworden?

Am nächsten Morgen bekomme ich eine Nachricht von ihr.
Entschuldige, dass ich gestern so plötzlich gehen musste, hat nichts mit dir zu tun.
Okay, schon mal nicht mies. Nachfragen? Ignorieren? Nie wieder schreiben? Ich schreibe.
Ist doch kein Problem, wann sehen wir uns wieder?
Ich verfluche mich und meine unfassbare Penetranz.
Ich fands trotzdem ziemlich schön gestern.
Ich verfluche mich und mein Pathos und warte. Sie schreibt.
Diese Woche ist ziemlich eng bei mir, aber nächste Woche vielleicht.
Ich verfluche sie und antworte.
Okay, meld dich einfach, wenn du Zeit hast.
Fluch. Fluch. Fluch.

Was ist nur aus uns geworden?

Ich stehe unter der Dusche – die Augen auf – halte den Kopf so, dass ich was hören kann und drehe den Wasserhahn abwechselnd heiß und kalt und heiß und kalt, denke nach, was in den letzten Wochen so passiert ist. Es drehte sich alles nur um Elsa und ich werde das Gefühl nicht los, dass bei ihr alles ganz anders war. Trotzdem treffen wir uns heute wieder. Dieses Mal ist es auf jeden Fall das dritte Date, wenn es jemals ein Date war. Wir haben uns weder geküsst, noch ist irgendwas gelaufen. Vielleicht will sie mit mir befreundet sein oder so, aber läuft so was nicht anders? Ich hab nicht groß aufgeräumt und eigentlich kommt sie in zwanzig Minuten vorbei, war ziemlich kurzfristig alles, und sie kommt direkt von der Arbeit. Der Kühlschrank hat nicht mehr zu bieten, als ’n bisschen Aufschnitt, aber Wein ist noch im Regal. Es klingelt an der Tür und wir nehmen uns flüchtig in den Arm, gucken ’n bisschen fern und trinken was – fast wortlos alles. Ich merke, dass sie was quält, aber traue mich nicht zu fragen. Keine Ahnung, wir kennen uns ja kaum. Ich war noch nie bei ihr. Was weiß ich, ob sie nicht irgendwelchen Scheiß rumliegen hat, der mich stören würde oder Bilder mit Sonnenuntergängen oder Skylines oder Hängebrücken im Dschungel, da fängt sie zu sprechen an.
Ich bin heute zu dir gekommen, weil ich dir was sagen wollte. Mich belastet das total und ich muss das mit dir klären.
Ihre Stimme zittert und ich denke, sie fängt gleich an zu heulen. Die Situation ist bizarr und ihre Offenheit, die ich mir von Anfang an wünschte, überfährt mich jetzt, wie Busse in Komödien – völlig überzeichnet – irgendwelche Passanten. Sie spricht weiter, während ich sie anstarre.
Ich weiß überhaupt nicht, für wen du mich hältst und ich glaube, ich hab dir die ganze Zeit was vorgemacht und das tut mir leid.
Ich spüre auf einmal ’nen Kloß in meinem Hals aufgehen. Was kommt denn jetzt für ’n Kack? Wird hier mit mir Schluss gemacht, obwohl nie was war? An der Stelle merke ich selbst, dass da doch was war.
Sie sieht mich an, als müsste ich jetzt ’ne Frage stellen oder so, aber mach‘ ich nicht. Sie spricht weiter.
Als ich letztens einfach gegangen bin, das hatte seine Gründe und ich war ziemlich froh, dass du nicht gefragt hast, aber ich hab jeden Tag mehr das Gefühl gehabt dir sagen zu müssen, was war. Jedenfalls dachte ich, du hast mich stehen lassen als wir tanzen waren. Ich war ziemlich froh, dich wiederzusehen und du weißt ja, wie ich bin, was Schicksal angeht.
Ich unterbreche sie mit einem roboterhaften: Ja.
Sie spricht weiter.
Nach der Party hab ich jemanden kennengelernt.
Atemnot. Ich lasse mir nichts anmerken. Starren. Ihre Stimme spricht jetzt klar und deutlich weiter.
Es würde zu lange dauern, das jetzt im Detail zu erklären, aber bevor ich zu dir bin, jetzt nicht direkt davor, aber ein paar Tage davor, hab ich mit dem Typen geschlafen und der hat mich dann ziemlich abserviert.
Ich verfluche sie. Hinter meiner Maske aus Zuhören und Suff braut sich ein Unwetter aus Wut, Eifersucht, verletztem Stolz und der Frage nach der Notwendigkeit ihres Geständnisses zusammen. Sie spricht weiter.
Ich weiß, du denkst jetzt, warum erzählt die mir das alles? Willst du das überhaupt noch wissen?
Ihre Stimme versackt wieder halb und ich soll jetzt auch noch ’ne Frage beantworten. Ich antworte ziemlich unbeeindruckt.
Ja, ich weiß auch gerade gar nicht, warum du mir das erzählst. Ich dachte, wir sind Freunde und treffen uns halt einfach so.
Innerlich fange ich gerade an super Laune zu bekommen …
Na gut, dann kann ich ja gehen.
… als ich mit meiner Maskerade völlig durch die Leitplanken brettere, den Abgrund hinab. Zurückrudernd sage ich.
Warte, wissen will ichs trotzdem.
Sie guckt mich an, als hätte sie irgendwie direkt gemerkt, dass ich ’nen Scheiß erzähle.
Mann, du Idiot, ich hab mich in dich verliebt.
Stille. Ich sehe sie, wie sie zu lächeln anfängt und irgendwie ist gerade alles so ziemlich egal deshalb. Ich küsse ihre lächelnden Lippen und merke nach einer Sekunde, dass da nichts ist. Ich stelle mir vor, ich bin der Typ, der sie letzte Woche gevögelt hat und weiß nicht, was hier gerade passiert, während wir rumknutschen, sie mich auszieht und meine Hände, wie computergesteuert dieses undefinierbare Blumenkleid zerpflücken. Lawinenartig losgetreten überschlage ich mich bis in den nächsten Morgen, während sie im Bett ihr Bein um mich schlingt und mich gefangen hält, wie eine Maus, die in der Falle klemmt und langsam erstickt, weil das Genick nicht zerbrochen ist. Ich halte es aus, versuche wieder zu schlafen, geht nicht. Unwohlsein. Unbehagen. Viel zu warm. Kater. Mausefalle. Scheiße.

Ich verfluche mich. Ich verfluche sie.

Was ist nur aus uns geworden?

Headerfoto: Javiera Y. via Creative Commons Lizenz!

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