Island – 2300 unvergessliche Kilometer auf der Ringstraße

Mit bestem Dank an unsere Homies von THE FERNWEH COLLECTIVE, dem Ort, an dem die besten Reisegeschichten erzählt werden. The Fernweh Collective erscheint als Print- und Digital-Magazin und ist im Online-Shop erhältlich. Website | Shop | Blog

Wenn unser Leben immer perfekt laufen würde und wir immer alles im Griff hätten, würden wir uns vermutlich auch ein wenig leer fühlen. Ich glaube wirklich, dass ein bestimmtes und gewisses Maß an Unannehmlichkeiten unser Leben verbessert. Wir leben in einer Zeit der Bequemlichkeit. Umständliche Dinge sind eigentlich nicht schön und doch sind die schönsten Dinge oft umständlich. Zum Beispiel Schwangerschaft, Heiraten, handgeschriebene Briefe, Wandern, analoge Kameras, Siegelwachs, gut und gesund essen, gedruckte Bücher, unerforschte Routen in der Natur erkunden.

Wir verbrachten zehn Tage in Island. Eine unvergessliche Reise und Balsam für unsere Seelen. Auch jetzt empfinden wir noch einen gewaltigen Respekt gegenüber dem, was wir gesehen und erlebt haben – die atemberaubende Natur Islands.

Unserer Reiseroute führte uns kreuz und quer durch Island. Wir fuhren zweitausenddreihundert Kilometer an der Ringstraße entlang und wurden dabei von der Kulisse verwöhnt: Tosende Wasserfälle, große Geysire, Gletscher, geothermische heiße Quellen, wunderschöne Dörfer, Islandpferde, Lavafelsen, Polarlichter, Vulkane, Rentiere, Seen, Nationalparks, Meeresklippen … Die Magie und Euphorie Islands hat uns verzaubert.

Ich glaube, meine Worte und Bilder können nicht ansatzweise beschreiben, wie wir uns in Island gefühlt haben und wie sehr all unsere Sinne auf ihre Kosten gekommen sind. Dieses Land ist auf eine visuelle Weise so faszinierend, wie wir es vorher in keinster Weise erlebt haben. Hinter jeder Kurve lautert eine neues wunderbares Fleckchen Natur, versteckt sich eine neue atemberaubende Landschaft.

In der Nacht tauchten wir immer wieder in die isländischen Weiten ein, waren beeindruckt von der Größe und Einsamkeit. Wir fuhren über lange Landstraßen, genossen das Alleinsein und den Zustand, welchen man wohl am ehesten als Seelenfrieden bezeichnen kann.

Nur in ruhigem Wasser spiegeln sich Dinge klar. Nur in einem ruhigen Geist findet sich ein klares Spiegelbild des Ichs und des Lebens. – Hans Margolius

Wir entdeckten eine kreative und neue Seite an uns, welche vorher tief in uns verborgen war. Wir trafen uns selbst. Wir wuchsen zusammen. Wir tauchten völlig in unseren Gedanken ab und ließen uns treiben. Die Isländer sind stille, unbesungene Helden.

Im Gegensatz zu den umwerfenden Landschaften erscheinen alle menschgemachte Dinge bescheiden, unwesentlich und fast nicht existent. Sie ziehen sich hinter der Bühne zurück, um Platz für die Natur im Rampenlicht zu machen. Nur wenige Straßen sind richtig ausgebaut, die meisten sind klein, eng, inmitten von empfindlichen Geländen in satten Farben und Staub, auf dem das Fahren untersagt ist. Um uns herum entdecken wir rustikale Schilder, Holzhäuser und Bauernhöfe, der Geruch von frischem Gras und Erde in unseren Nasen.

DIE FOTOGRAFEN: Tu und Thuy sind ein Hochzeitsfotografen-Duo aus Köln, offenherzig, naturverliebt und immer auf der Suche nach der Sonnenseite des Lebens. Sie lieben es, zusammen unterwegs zu sein und wollten noch einen ganzen Haufen an großartigen Liebesgeschichten durch ihre Fotos und Filme erzählen, Gefühle kunstvoll darstellen und Menschen und ihre besonderen Geschichten in Szene setzen. Blog | Facebook | Instagram

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1 Comment

  • Wie schoen geschrieben! Das mit dem Seelenfrieden und dem Spiegelbild im Wasser… so wahr & so schoen! Auch die Bilder und das Kannebul auf dem Boot! Hach, nach Island moecht ich auch irgendwann nochmal! 🙂 PS: Das Magazin ist echt das best, bei mir stapeln sich schon die Ausgaben in der Wohnung. hehe
    Eine schoene Woche,
    Finja | http://www.effcaa.com

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