Er steht nicht auf mich – wie es sich anfühlt, nie „die Eine“ zu sein

Es gibt sie: diese Frauen, denen Männer reihenweise zu Füßen liegen. Und zwar nicht nur, weil sie gern mit ihnen vögeln wollen. Nein, diese Frauen schaffen es, dass selbst die ewigen Junggesellen plötzlich von gemeinsamen Kuschelabenden und Ikea-Ausflügen träumen.

Ich habe in meinem Freundeskreis zwei, drei solcher Frauen, von denen sämtliche Männer in Sekundenschnelle verzaubert sind. Fasziniert beobachte ich, wie sie von Verehrer zu Verehrer und von Beziehung zu Beziehung gleiten. Was haben diese Frauen an sich, das Männer alle so machtlos in ihren Bann zieht?

Auch wenn ich mich für sie freue und ihnen ihr Glück gönne, bleibt ein kleiner Stich zurück: denn ich bin nicht diese Sorte Frau. Ich habe bisher vor allem das Glück gehabt, die Lückenfüllerin zu sein. Indem ich die Herren der Schöpfung nach einem gebrochenen Herzen mit viel Aufmerksamkeit, Sex und positiven Gesprächen aufpäppeln darf, bevor sie gestärkt weiterziehen auf ihrer Reise zur „großen Liebe“.

Dabei haben sich viele ohne ein Wort aus dem Staub gemacht. Andere hatten aber zumindest die Eier, mir zum Abschied noch ein paar Worte zu sagen, die ich gerne mit euch teile. Auch wenn ich nicht genau weiß, ob sie mir wirklich erklären, woran es liegen mag, dass ich für den Part der „großen Liebe“ irgendwie selten in Frage komme.

 

„Ich verstehe nicht, warum ich nicht in dich verliebt bin, eigentlich fühle ich mich wohl mit dir und alles ist so entspannt.“

Dieser Satz einer ehemaligen Affäre trifft es genau – ich verstehe ja schließlich auch nicht, wieso sich niemand in mich verliebt. Mit mir ist es also entspannt, schon mal gut, oder? Wobei mir Vorfälle wie locker-vertraute Fürze seinerseits nach dem ersten (!) Geschlechtsverkehr doch zu denken geben:

Auch wenn ich entspannt bin, bin ich immer noch eine Frau und nicht der jahrelange Kumpel, vor dem man sich total gehen lassen kann. Oder ist eben das schon ein Problem?

Heißt entspannt, dass man(n) sich schnell mit mir langweilt, weil ich keine Herausforderung darstelle? Muss ich eine anspruchsvolle Dramaqueen werden, damit Männer mich wirklich als Frau sehen und ernsthaftes Interesse an mir entwickeln?

Hand aufs Herz: Ich hab’ auf so eine Scheiße keinen Bock. Klar, man sollte immer sagen, wenn einen Sachen wirklich stören. Aber ich bin relativ umgänglich und tolerant und finde es anstrengend, ständig den Konflikt wegen Kleinigkeiten zu suchen: Leben und leben lassen.

 

„Ich habe mich bei dir wie das Arschloch aufgeführt, das ich niemals sein wollte.“

Dass meine „Entspanntheit“ allerdings dazu führt, dass sich Männer für mich keine Mühe geben, ist ein echtes Problem. Ungläubig höre ich meinen Freundinnen zu, deren Verehrer oder Partner sich oftmals richtig ins Zeug legen und frage mich, was für mich so getan wird. Ich bin mittlerweile soweit, dass ich mich freue, wenn ich mir morgens nicht mehr selbst meine Tasse Kaffee machen muss, sondern sie mir gebracht wird (Frühstück habe ich in 3,5 Jahren Single-Leben übrigens noch nie bekommen).

Wenn sich jemand also wirklich mal die Mühe machen würde, sich etwas für mich einfallen zu lassen und mich mit einem aufmerksamen Date zu überraschen, wäre ich vermutlich fassungslos und total überfordert.

 

„Du machst Männern Angst, weil du so stark wirkst und clever bist, damit können viele nicht so umgehen.“

Noch ein weiterer Punkt, der mich nachdenklich stimmt. Obwohl ich ihn sogar verstehen kann. Wir leben in einer Zeit, in der Männer es nicht wirklich leicht haben, den zunehmend komplexeren Erwartungen von Frauen gerecht zu werden. Häufig sind sie verunsichert und wissen nicht genau, was für ein Verhalten sie an den Tag legen sollen.

Aber: Der Beschützer wird wohl nie aus der Mode kommen. Und so haben auch meine eingangs erwähnten Freundinnen, die Männer um den Verstand bringen, wohl etwas gemeinsam: Sie alle haben etwas Zartes, Zerbrechliches an sich (und da rede ich nicht unbedingt vom Körpergewicht). Sie wecken in vielen Männern den Wunsch, für sie da zu sein.

Ich habe in meinen Zwanzigern durch einige Schicksalsschläge lernen müssen, stark zu sein. Und alleine klar zu kommen. Dementsprechend schlecht bin ich darin, die Hilfe anderer aktiv einzufordern. Was aber nicht heißt, dass ich es nicht schön fände, wenn Männer mir ihre Hilfe öfter aus freien Stücken heraus anbieten würden. Denn egal wie stark man wirken mag, es freut einen immer, wenn jemand unterstützen will.

Generell lief es meistens so: Irgendwann nach ein paar schönen gemeinsamen Wochen lief das Anbändeln mit dem Auserwählten plötzlich aus und ich stand wieder alleine da. Prompt suchte ich die Fehler bei mir. Das mache ich mittlerweile zum Glück nicht mehr. Manchmal passt es eben einfach nicht und die Gefühle bleiben aus. Wieso das aber so überdurchschnittlich oft bei mir passiert, ist mir auch ein Rätsel.

Aber gut, vielleicht ist das auch besser so. Denn vor allem emotional weiß ich genau, was ich will: Männer, die keine Angst vor echter Nähe haben. Die sich über ein Frühstück freuen und mich auch mit einem überraschen. Für die es nicht zu viel ist, sich zu öffnen, sondern für die gerade das die Essenz von allem ist.

Denn Sex haben kann man mit vielen – tiefste Gedanken, Träume, Ängste und alberne Momente teilen eben nicht.

 

Mein Resümee

Ich weiß, dass ich mich nicht verstellen will, nur um für einen Falschen „die Eine“ zu sein, in die er sich verliebt. Und ich weiß, dass es irgendwo in dieser Stadt Männer gibt, die mich genau so toll finden werden, wie ich bin: Manchmal zu laut, manchmal aber auch sehr leise. Große Klappe, aber auch was dahinter. Manchmal wie ein pubertärer 14-Jähriger Peniswitze reißend, nur um fünf Minuten später ein Gespräch über die verborgensten Ängste zu beginnen.

 

So bin ich nun mal und ich finde mich großartig so!

Doch nebenbei: Ich frage mich in einsamen Momenten trotzdem manchmal – während ich überlege, wie viele Katzen wohl in meine 53-Quadratmeter-Wohnung in Prenzlauer Berg passen –, wo zur Hölle die Männer bleiben, die das auch endlich mal erkennen.

Natalie, Mitte 20, ist gerade in den Endzügen ihres Masters in „irgendwas mit Medien“. Sie hat mittlerweile so viel Großstadt-Dating-Erfahrung gesammelt, dass Sie sich selbstsicher als Dating-Profi bezeichnet und vermutlich ihre eigene Sozialstudie zu dem Thema veröffentlichen könnte. Wenn sie sich nicht gerade munter durch die Hauptstadt swiped, checkt sie gerne die besten Hotspots für genialen Käsekuchen, oder sitzt mit Bier bewaffnet in Parks oder Spätis und philosophiert über das Leben. Mehr darüber, was sie so bewegt gibt es auf: single-edition.de.

Headerfoto: Mädchen mit Brille via Shutterstock.com („Gedankenspiel“-Button hinzugefügt.) Danke dafür.

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16 Comments

  • Ich kann das Buch „Attached: The New Science of Adult Attachment and How It Can Help You Find – and Keep – Love“ empfehlen. Es hat mir diesen Sommer geholfen, Vieles in einem neuen Licht zu sehen; vor allem aber zeigt einem dieses Buch, dass man in dem, was man fühlt, nicht alleine ist, dass man nicht anders ist als andere und dass es oft an der „Partnerwahl“ liegt, wenn das mit dem großen L nicht klappt.

  • Hi Natalie,

    danke für deine Zeilen! Ich kann mich in deine Situation hineinversetzen. Ich war vor vier Jahren auch 28 und begann zu promovieren, und, ja, war Single. Die Betonung liegt auf allen Aspekten und auch auf dem „war“. Genau wie Du habe ich Spiele des Anderen mitgespielt. War Objekt, was geschoben worde. Passiv, objektiviert. Das ging eine Zeit lang, zweieinhalt Jahre sogar. Ein Mann, ein nächster. Aber: Immer ein Muster. Welches mir quasi angeboten worde und welches ich bedient habe. Mitgespielt.

    Der Schluss, die Zäsur, die eigene Befreiung kam, als ich mich abgegrenzt habe und in meine Intuition, in meine Analytik wieder neu hineingegangen bin. Nun, was heißt das (praktisch)? Ich sehe mich und meine Handlungen. Und registriere die Handlungen des Gegenübers (bleiben wir bei nem Typen!) als die Handlungen eines anderen. Diese wiederum sind nicht Teil meiner Selbst, können (!) Auswirkungen auf mich haben. Diese wiederum kann ich zulassen oder nicht. Wie entscheide ich jenes nun? Gemäß meiner Intuition und Analytik: Erkenne ich ein Gegenüber (in/ durch seine Handlungen auch mir ggü.) als wertig, integer, lauter, sind Zulassungen praktibel, natürlich. Wenn nicht: Sind jene Handlungen destruktiv, falsch motiviert, verzerrt, dann beende ich das Spiel. Es geht im Kern um das Erkennen (Menschenkenntnis) von Wertigkeiten, gutsinnigen Charakteristiken des Gegenübers. Nicht jeder Mensch/ Typ ist integer, steht im Leben, ja, kann etwas. Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass Menschen, die etwas können (nicht blendend Performance machen!), die einen Beruf haben und diesen leidenschaftlich im Sinne von Inhalte-sich-aneignen, nachgehen, die auch eher werten können, wen sie da grade vor sich haben („starke Frau“). Ein Schwein kann keine Perlen schätzen! Und wer meint Perlen zu haben, muss wissen, wann sie/er mit Schweinen zu tun hat bzw. ob die Handlunge das Perlen-vorwerfen analogisiert. Das ist es eigentlich. Jemand, der sich selbst als wertig wahrnimmt, macht abwertende Spiele nicht mit, erkennt jene, erkennt die Spieler.

    Diese abwertenden Spiele, über die Du berichtest, kann man nicht mitspielen, wenn man weiß, was man drauf hat, wer man ist, wenn man den eigenen Wert kennt. Der Zeitpunkt, an dem man das checkt, die Bewusstwerdung, ist der Zeitpunkt, wo man solche Typen als das erkennt, wasse sind: Luftpumpen. Und: Das Spiel wird durchbrochen. Es findet eine Änderung nach innen und im Außen statt. Die Frage lautet dann nicht mehr: Warum? Sondern: Was kommt oder wer kommt als Nächstes?

    Zu mir haben Typen sonst was gesagt, auch Beleidigendes, Unpassendes. Zu einem Zeitpunkt, an dem ich beruflich sehr erfolgreich wurde. Anstellungen bekam, die keiner bekam usw. Nun, Neid und das Erfahren von Grenzen im Gegenüber waren da dann des Geistes Kind. Männer/ Menschen, die was können und integrer, machen sowas nicht. Warum auch. Sie brauchen die Abwertung nicht zur eigenen Aufwertung.

    Und zum Text, der ja Ausdruck deiner Gedanken ist: Damals habe ich mir auch stetige Gedanken um irgendwelche Typen und um unseren Status gemacht und auch was passiert, wenn ER nie kommt, der Richtige oder ein Richtiger….nun: Es gibt einen Gedankenraum in Dir, der dann mit exakt solchen Kreiseleien voll ist. Diese Kreiseleien sind häufig zirkulär und werden von anderen solchen Sprach- und Denkpraxen (als „Generation Beziehungsunfähig“) noch gefüttert. All das kenne ich. Damals habe ich den Raum geleert, frei gemacht, aufgehört, „in solchen Kategorien“ zu denken. Bis der Raum in Gedanken frei von diesem Kram war – und in diese „Leer“ (=Möglichkeit, Potenz, Freiraum) trat – in Tateinheit mit ersteren Sätzen von mir – etwas Gutes hinein.

    Beides: Klarheit schaffen Wertigkeiten erkennen und den Raum frei machen, wird mit mathematischer Sicherheit Dinge entstehen lassen…100%pro!

    Dir alles, alles Gute!

    a.

  • Ich wiederhole zwar, was in vielen Kommentaren schon geschrieben wurde, aber der Text hätte 1:1 von mir stammen kommen! Und es tut verdammt gut zu sehen, dass es nicht nur mir so geht.

    Falls es euch alle hier tröstet: Ich bin 28 und hatte noch nie wirklich einen Freund. Früher dachte ich ja tatsächlich noch, dass es ein Vorteil für mich wäre, dass ich relativ viel rumgekommen bin und viele Hobbies habe und vielleicht ein ganz interessanter Gesprächspartner bin. Irgendwann musste ich feststellen, dass es bei Männern tatsächlich ein Vorteil ist, aber bei Frauen wohl eher gegen sie arbeitet. Jetzt bin ich auch noch dabei zu Promovieren, das macht ja alles noch schlimmer…

    Ich glaube dass Matze tatsächlich Recht hat, dass auch von den Männern, die vielleicht sagen, dass sie gerne eine intelligente Frau hätten, trotzdem nicht wirklich jemanden auf Augenhöhe wollen. Und das ist einfach eine bittere Erkenntnis. Ich finde nämlich nichts attraktiver als intensive Gespräche und auch Diskussionen. Aber die Männer, mit denen ich diese habe, wollen dann doch nichts von mir. Oder eben nur etwas Kurzfristiges, dafür bin ich dann wohl heiß genug…
    Das Bittere ist, dass so vieles biologisch in uns verankert ist und nicht einfach so verändert werden kann. Evolution’s a bitch!

    Ich wünschte ich hätte irgendeinen aufmunternden Schlusssatz, da ist aber einfach nichts. Außer dass es natürlich schade wäre, wenn wir unsere Lebenszeit zu sehr dafür vergeuden würden, darüber nachzudenken, was mit uns nicht stimmt. Dann lieber mit Freunden Bier trinken und Tanzen zum Beispiel!

    PS: Was soll das eigentlich mit dieser Beschreibung „starke“ Frau. Was heißt das eigentlich? Ist man eine starke Frau nur weil man sich traut, seine Meinung zu sagen?? Männer heißen auch nicht gleich „schwach“, nur weil sie auch mal Verletzlichkeit zeigen.
    Deswegen bin ich eigentlich dafür, damit aufzuhören, uns gegenseitig als „starke Frauen“ zu bezeichnen. Wir sind einfach Frauen. Punkt.

  • An Alle, denen es genauso geht:

    Ich weiss, es hilft nicht viel, aber man muss doch mal die Phrase bemühen: „Noch nicht den Richtigen gefunden.“

    Das grosse Problem ist, dass viele Männer einfach nach den falschen Frauen suchen. Oder (noch) nicht bereit sind, für eine Beziehung auf Augenhöhe. Das sind leider die wenigsten.
    Meiner Meinung nach liegt das Problem also weniger an euch, als mehr an den unreifen Männern. Die eben nicht unbedingt eine zum „Beschützen“ suchen, sondern instinktiv damit auch eine, denen sie „überlegen“ sind.

    Es ist doch immer das gleiche Spiel. Die Männer, die die meiste „Männlichkeit“ ausstrahlen, sind oft diejenigen die glauben, sich und ihren Mitmenschen etwas beweisen zu müssen. Die, die mit sich selbst im Reinen sind, haben so etwas nicht nötig. Und sind aber leider aber eben auch die seltenen, die mit ebenbürtigen Frauen etwas anfangen können. Und sicher genug, sich auch mal unterordnen zu können.

    Ich weiss, das hilft alles nicht viel, weil ich im Endeffekt nur sage, dass die Suche schwer ist. Aber glaubt mir. Die Männer, die auf solche Frauen wie die im Artikel beschriebenen stehen… mit denen wird man auf Dauer auch nicht glücklich. Daher stammen auch diese typischen Aussagen. Pure Unsicherheit.

  • Liebe Natalie, ich musste doch sehr schmunzeln als ich Deinen Artikel gelesen habe. Oh Mann – kommt mir das alles bekannt vor. Diesen Text hätte auch ich schreiben können. Wie oft habe ich diese Sätze gehört und meine Freundinnen beim „Partner-wechsel-Dich-Spiel“ beobachtet und mir gedacht: Was stimmt denn nur nicht mit mir? Warum will bei mir keiner bleiben? Warum bin ich immer für viele „ein wahnsinnig toller Mensch“ sogar „die beste Frau der Welt“ – doch dann wollten sie doch lieber mit den Zickenmädchen zusammen sein…
    Meine Freunde versicherten mir immer wieder: du bist so liebenswert, du hast das Beste verdient… ich zweifelte oft, hielt aber an mir fest.
    Und nach vielen Jahren und Single sein, kam dann das Beste. Seit unserer ersten Begegnung ist es total einfach, nichts war kompliziert, er ist einfach da und geblieben und ist mein bester Freund, der Mann mit dem ich mein Leben verbringen möchte, der mich so liebt wie ich bin, der das alles so zu schätzen weiß. Ich bin einfach so wie ich bin und er so wie er ist und das ist das Beste!
    Ich möchte euch Mut machen, bleibt so toll wie ihr seid, ihr werdet jemandem begegnen, der das alles zu schätzen weiß und dann ist da eine tolle, ehrlich Beziehung, die ganz groß werden kann! Haltet an Eurer (Selbst-)Liebe fest!

    • Wow Franziska,
      danke für deine tolle Geschichte, die ich auch ein paar meiner Single-Freundinnen direkt vorgelesen habe, so und nicht anders sollte das sein :)!
      Das freut mich sehr für dich, dass du so einen tollen Mann gefunden hast und die Mut-mach-Mission hat definitiv gefruchtet!
      Ich wünsche euch alles Gute und danke, dass du dir die Zeit für dieses schöne Kommentar genommen hast (:

  • Mein Gott…. alles, jedes einzelne Wort hätte ich so auch schreiben können. Seit 5 Jahren hatte ich nun keine ernsthafte Beziehung mehr und höre auch diese Sätze immer wieder.
    Um mich zu beschützen muss ein Mann sehr stark sein. Das ist anstrengend. Und so bleibt mir nicht viel als den Frauen zuzusehen, vor denen die Männer auf die Knie gehen. Die sich dann beschweren und darüber klagen.
    Man sagte mir vor ein paar Tagen, dass Frauen wie ich (und damit auch du) die Art Frauen sind, für die in den 70ern demonstriert wurde, dass es uns geben darf.
    Ein Mann sagte mir bei einer Party, dass er wünschte seine Neugeborene Tochter würde wie ich: stark, schlau, schön. Aber niemals würde er eine solche Frau an seiner Seite wollen.
    Damit müssen wir leben. Daran ändert kein Dating Ratgeber etwas, dass Männer sich die elfengleichen Wesen suchen, die mit großen Augen in die Welt blicken oder die Joan Collins, die ladylike und dramatisch Ohrfeigen verteilen.

    • Hallo liebe Stefanie,

      schön dass du dich mit meinem Text identifizieren kannst – oder nicht schön ?
      Jedenfalls glaube ich, dass es auch die Männer geben wird, die weder Elfen, noch Joan Collins sondern genau so jemanden wie uns suchen :)!

      Und die keine Angst haben werden vor Stärke & Intelligenz, sondern das als Bereicherung sehen.

      Und solange die nicht da sind genießen wir einfach den Sommer mit Freunden, Bier und vor allem guter Laune oder ?

      Ich schicke dir ganz liebe Grüße,

      Natalie

  • Natalie…unfassbar,du sprichst mir aus dem Herzen. Jedes einzelne Wort hätte von mir stammen können, weil ich genau die gleichen Gedanken und Erlebnisse mit mir herum trage.

    • Liebe Madlen,
      danke schön (:
      Es ist ganz toll zu wissen, dass ich nicht alleine bin mit meinen Erfahrungen und Gedanken und ich freue mich sehr über all die lieben Worte…
      Ich drücke dich und schick dir viel positive Energie-
      wir lassen uns von den Erlebnissen nicht unterkriegen ,oder was denkst du ;)?

      Optimistische Grüße,
      Natalie

      • Natürlich lassen wir uns davon nicht unterkriegen, dafür sind wir einfach doch zu stark:)). Wenn du dann den fabelhaften Mann gefunden hast, der dir Frühstück macht und er zufällig einen Bruder, Cousin oder Freund hat der auch gern Frühstück macht, dann schick ihn bitte rüber in den wedding…weil ich frühstücken genauso sehr liebe:)))
        Ganz liebe Grüße

  • Wow… erkenne mich soooo dermaßen wieder und habe mich das auch oft gefragt. Was fehlt mir? Ich kann dir leider keine Hoffnung machen. Ich bin mitte 30 und habe immer noch diese Probleme. Ich geniesse jetzt mein Leben ohne Beziehung und vielleicht kommt irgendwann Mr.Right. wenn nicht… who cares…ich liebe mich so,wie ich bin. Dann muss das langen.

    • Liebe Sanny,

      es freut mich, dass du dich mit meinem Artikel identifizieren kannst.

      Es tut mir Leid, dass du auch immer wieder mit solchen Problemen konfrontiert wirst- ich glaube wir müssen uns da einfach Lisas Tipp zu Herzen nehmen: Gut Ding will Weile haben. Und solange das Leben genießen und sich so lieben, wie wir sind. Das ist genau die richtige Einstellung meine Liebe!

      Ganz liebe Grüße,

      Natalie

  • Natalie,

    danke für diese ehrlichen Gedanken. Eins kann ich dir sagen, mit diesen bist du nicht alleine. Ich kenne viele starke, tolle Frauen, die genau dasselbe sagen. Und trotzdem ist das für mich eine klare Sache, denn wie hat meine Mutter immer gesagt, „Für die Guten bist du noch zu jung!“ was soll das heißen?

    Du beschreibst, wie manche Freundinnen von dir, die Männer anziehen wie die Fliegen.
    Aber hast du dich mal gefragt was das für Männer sind? Wie echt sind diese Verbindungen, die da eingegangen werden. Was für Ansprüche haben deine Freundinnen? Würdest du nur eine Sekunde mit diesen Frauen tauschen wollen? Wenn du dich als stark und selbstbewusst, komplex und tiefgründig beschreibst, glaube ich das kaum.

    Und das ist der springende Punkt: war bei deinen ganzen lockeren Bettkollegen, auch nur einer dabei, der DICH wirklich auf den Kopf gestellt hat? Bei dem du nicht aufpassen musstest was Falsches zu sagen, der deine Pointen verstanden hat, mit dem du geheult hast ohne dir wie ein unreifes Mädchen vorzukommen, weil ihr von emotionaler geiler Scheiße geredet hat, die euch von den Socken haut?

    Wahrscheinlich nicht. Denn das ist, sowas ist äußerst selten! Bestimmt hättest du dich auf irgendeinen Kerl einlassen können, aber ich bin sicher, dass du wenn auch unterbewusst, nie den einen Mann getroffen hast, mit dem sich ein entspanntes Wochenende anfühlt, wie der beste Urlaub deines Lebens. Und vielleicht ist es auch deshalb, dass die Männer sich nicht verlieben: Weil du dich auch noch nicht richtig verliebt hast? Eher die Vorstellung, dass da jemand ist, mit dem das passieren könnte? Weil du es beendet hast, wenn andere einfach weitermachen, weil es sich halt ganz „nett“ anfühlt. Doch nett ist ja wohl nicht, was du dir eigentlich für dich vorstellst… oder?

    Mein tipp. Geduldig sein. Nicht wartend zu Hause sitzen, sondern raus in Leben, weiterhin dich selbst finden und lieben. Unser Glück, ist bestimmt nicht von einer gemeinsamen Wohnung mit einem beliebigen Typen abhängig, der dann halt mal länger bleibt…

    Was du suchst, ist nichts flaches und unechtes. Ich denke, du willst keine facebookbilder-tauglichen Romanzen, die ganz super aussehen mit Instagramfilter. Sondern einen Mann, der viel Erfahren und gelebt hat. Der Emotionen nicht als schwäche und starke Frauen nicht als Bedrohung sieht. Der weiß, wer er ist und was er will. Und vielleicht hat meine Mutter eben recht, das solche Sachen und Persönlichkeiten ein bisschen mehr Zeit brauchen…

    Noch dazu kommt: solche feuerwekartigen Verbindungen zwischen zwei Menschen gibt es nicht oft. Aber wenn sie entstehen, dann ist es unerwartet und der absolute Wahnsinn. Also schreib deine Ansprüche niemals runter, und steh weiter zu dir selbst.

    Das Motto bleibt, „die Männer dürfen sich gerne bemühen“. Und das sollten wir uns beibehalten: wer uns will, der muss uns richtig vom Hocker hauen! Und das fängt meistens an mit einem sehr guten Frühstück 😉

    • Liebe Lisa,

      ganz lieben Dank für deine positiven und einfühlsamen Worte 🙂

      Du hast vollkommen Recht: Man kann hervorragend alleine das Leben genießen, besser als mit jemand „Nettem“, bei dem man sich krampfhaft anstrengen muss, um es angenehm zu gestalten…

      In diesem Sinne genieße ich einfach weiter den Sommer und sage Bescheid, sobald der Mann mit Frühstück in mein Leben tritt 😉

      Ganz liebe Grüße an dich,

      Natalie

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