Die endzwanziger Krise

imgegenteil_Header_Endzwanziger

Es heißt, alle 7 Jahre befindet sich der Mensch in einer Wandlungsphase. Mit 6 oder 7 kommen wir in die Schule. Mit 14 sind wir in der Pubertät und mit 21 im Studium oder der Ausbildung, dann folgt die erste eigene Wohnung oder einfach nur viel Party oder Sex. Alles einschneidende Phasen im Leben. Die schwierigste ist wohl die gegen Ende 20. Man resümiert zum ersten Mal das eigene Leben. Habe ich den richtigen Weg gewählt, den richtigen Job, die richtigen Freunde und den richtigen Partner? Alles geht durch den Prüfstand und auch die eigene Person wird betrachtet.

Altern ist ein unaufhaltsamer Prozess. Wir lernen viel und jede Erfahrung macht uns zu der Person, die wir am Ende der Reise sind. Auf diesem Lebensweg begegnen wir Menschen und verabschieden sie wieder, wir spüren die Konsequenzen unseres Handelns und treffen Entscheidungen. Mit Ende 20 fällt es besonders schwer. Wir haben Wünsche, Träume und Sehnsüchte, die oftmals nicht zueinander passen oder erst gar nicht genau zu definieren sind. Wir wissen, dass wir nicht wissen, WAS wir eigentlich wollen. Diese Phase dauert manchmal ein Leben lang oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem wir eine Familie gründen (dann soll ja alles anders sein, als es jemals war).

Wir streben nach einem Job, der uns gefällt und von dem wir gut leben können. Wir wollen unabhängig sein, einen Partner haben und reisen. Wir wollen glücklich sein. Doch der Job im coolen Start-up bringt nicht das gewünschte Gehalt, wir können nicht genug reisen und der Partner läuft uns dank Tinder und der Internet-Welt auch nicht über den Weg. Oder einfach nur weg. Wir sind vernetzt und doch einsam, weil in dieser Phase so viel endet und gleichzeitig neu beginnt.

Wir blicken zurück und realisieren, dass nicht mehr ganz so viele Personen die Reise bis zur 30 mit uns bestritten haben. Wir tanzen nicht mehr auf jeder Party und wissen das frühe zu Bett gehen zu schätzen. Wir sehen die Anfang-Zwanziger Gruppen und können uns nicht vorstellen, auch mal so nervig gewesen zu sein. Wir schauen uns um und fühlen uns wirklich etwas alt. Wir diskutieren nicht mehr bis aufs Blut, wir lassen die Dinge einfach manchmal sein. We don’t give a fuck.

Das ist doch auch schön.

Doch da ist dieses Gefühl, eine Rastlosigkeit, die wir kaum erklären können. Im Prinzip ist alles gut, doch innerlich wird eine Stimme lauter, deren Einordnung ans Unmögliche grenzt. War’s das jetzt? Arbeite ich nun mein ganzes Leben? Schlafe ich immer mit demselben Partner oder andersherum, werde ich jemals einen Partner finden? Ist das mein Leben?

Ende 20. Wir haben viel gesehen, viel gelernt, geweint, hoffentlich geliebt und stehen auf eigenen Beinen. Die eine Seite in uns sagt „Puh, endlich den ganzen Ausbildungskram hinter mir, Herzschmerzerfahrungen gesammelt und Nächte durchzecht, ich fühle mich weise(r)!“ Und die andere Seite fragt sich: „Ja, und was nun?“

Für Familie ist es (vielleicht) zu früh, Reisen wäre geil, aber allein/zu zweit/mit Mama und Papa? Was machen wir denn jetzt nur? Wir tauschen uns aus. Allen geht es ähnlich, aber so richtig ändern kann man ja nicht wirklich was, nicht wahr? Wir mit unseren Erste-Welt-Luxus-Problemen. Warten wir mal ab und auf ein Zeichen. Das Zeichen wird die Lösung sein. So ein Zeichen kommt bestimmt. Na los, du blödes Zeichen, komm endlich!

Doch auch ohne Zeichen wissen wir im Prinzip, was zu tun ist: Raus aus der Bequemlichkeit! Pläne schmieden! Risiken eingehen! Banken überfallen! Der Routine trotzen! Unternehmen gründen! Gewohntes loslassen! Den Partner vielleicht auch! Sachen packen! Weltreise machen! Träume leben! Augen auf! Jetzt oder nie! Los geht’s! Impossible is nothing!

Und manchmal fehlt einzig und allein eine Sache, um der Stimme des Herzens und der Suche nach Antworten zu folgen: Mut und Entschlossenheit.

Annelie ist ein C-Bereich Mädchen, das es in den Berliner AB-Bereich geschafft hat. Tagsüber treibt sie einem bekannten Unternehmen die Energiewende voran, nachts wird sie aus flirttechnischen Gründen jedoch meistens zur (Tatort) Kommissarin. Das Leben hat ihr schon reichlich dramatische Liebeserfahrungen beschert, daher predigt sie manchmal die freie Liebe, möchte aber im Grunde das, wonach alle streben: Glücklich sein! Mehr von der fabelhaften Annelie gibt es auf ihrem Blog.

Headerfoto: Alicia Soltani via Creative Commons Lizenz!

imgegenteil_Annelie2

159 Comments

  • Vincent sagt:

    Ich bin jetzt 22 Jahre und hab mein Bachelorstudium fertig (Master noch vor mir) und mir geht es genauso.
    Wir müssen aufhören, alles auf bestimmte Altersgruppen zu fixieren – es ist vielmehr die Gesellschaft als Ganzes, die sich verändert, nicht „Generationen“.
    Ich kenne genügend 17/18 Jährige, die sich genau die Fragen stellen (und oft auch schon sehr viel erlebt haben) wie manche mit Ende 20.

    Die Welt ist nunmal sehr schnelllebig und abwechslungsreich geworden, das kann man je nach Person gut oder schlecht finden – tatsächlich ist aber einfach eine Veränderung weder schlechter noch besser als „früher“.

  • Robin sagt:

    Fun read. Cheers!

    • Gerry sagt:

      Aus innerlicher Verzweiflung eine Weltreise zu machen, ein Unternehmen zu gründen oder sonst welche Ziele zu verfolgen ist nichts anderes, als vor seinen tiefen Problemen davonzurennen, in der Hoffnung danach alles besser vorzufinden… Aber das wird nie passieren. Alles nur ein Verzweiflungsakt und nichts halbes und nichts ganzes.

      Ich kenne viele Freunde die zwischen 20 und 30, die Welt bereist haben und wohl oder übel in dieser Zeit außer Spaß haben nichts gemacht haben.

      Abenteuer hier, Abenteuer da und dann kommen Sie zurück und wissen nichts mit sich anzufangen, weil außer Impressionen, interessante, aber oberflächliche Kontakte und ein Haufen geposteter Fotos auf Facebook, die nach einer Woche keine Sau mehr interessieren nichts geblieben ist.
      Selber sinnvolles erschaffen, entwickelt, oder gebaut haben sie nicht.
      Nur Orte gesehen und ihr Englisch aufgefrischt. Das ist in meinen Augen einfach zu wenig und wird nie zu einer inneren Zufriedenheit führen.
      Die innere Krise bleibt auch bei der wiederkehr in die Heimat.

      Wieso muss denn auch erst eine Krise da sein, um ein Startup zu gründen? Das ist die falsche Energie um ein solches Unterfangen anzugehen. Wieso eine Krise zum Reisen?
      Auch ein falscher Ansatz.
      Welt sehen, Abenteuer, Reisen JA!!!

      Aber um diese Dinge in vollen Zügen genießen zu können, sollte man bereits die kleinen Dinge lieben, die einem Umgeben und mit sich selbst im reinen sein. Und das geht nur, wenn man einen Teil zur Gemeinschaft Mensch beitragen kann. Es liegt in unserer Natur, dass wir etwas machen müssen und gebraucht werden wollen. Das macht uns Glücklich.
      Das Glück befindet sich im Prozess des Schaffens und nicht des Konsumierens.

      Ich will nicht behaupten, dass Reisen schlecht sind. Möchte auch nicht behaupten, dass Startups, oder sonstige Abenteuer blöd sind.
      Ich möchte die Leute nur sensibilisieren, ihre Beweggründe zu hinterfragen.
      Denn eine Krise löst sich nicht durch Abenteuer… Sie wird nur temporär verdrängt… Thats it.

      Um sein Leben zu genießen, sollte man lernen die kleinen Dinge wert zu schätzen, die einem Täglich umgeben. Die Arbeit, die Mitarbeiter, etc.

      Wenn man das alles kacke findet, sollte man möglichst schnell die Baustelle „ICH“ neu sortieren und das machen, oder das arbeiten was einem Spaß macht. Da gebe ich dir recht.

      Allerdings muss man sich dann über einen niedrigen Lohn nicht wundern…
      Schließlich bist du dann Anfänger/in mit ende 20 in einem völlig neuen Gebiet. Und da scheitert es dann meistens schon bei den meisten mit der Motivation und dem ach so tollen naiven Gedanke „Traumberuf“.

      Ich bin in meinem „Traumberuf“ gelandet und habe noch einen steinigen weg vor mir, aber ich liebe den Job und auch wenn ich dabei vorerst wenig Geld verdiene. Es gibt keinen Tag an dem ich arbeite, ich lebe mein Hobby. Und wenn ich auf Tour in der Welt bin und mal reise, zähle ich die Tage bis ich wieder zu Hause bin weil ich bock habe meinem Business nachzugehen…

      Und wer das schnelle Geld will, sollte gucken wo Nachfrage besteht. Physiker, Ingenieure, trockene Berufe die kompliziert sind und keiner will, und sollte aufhören sich zu beschweren. Immerhin ist gutes Geld pünktlich da! Das Glück hat nicht jeder.

      Wer Spaß will, sollte im Gegenzug Ausdauer ohne Ende mitbringen.

      Fleiß zahlt sich am Ende immer aus, diese Erfahrung habe ich bislang mit 28 Jahren in jedem Lebensabschnitt gemacht. Aber manche Lebenswege sind heiß begehrt und die Konkurenz ist groß. Ergo dauert es länger..

      Aber wenn man bereits erkannt hat, dass dies der Weg ist um Glücklich zu werden, dann sollte man auch mit ende 20, den wechsel wagen, aber auch erwachsen genug sein und keine Zeit mehr mit Abenteuer verschwenden sondern seriös und mit Fleiß etwas aufbauen.

      In meinem Text schwingt ein unterschwelliger böser Ton mit, soll aber keine Kritik an die Autorin sein;)

      Nur ein weiterer Betrachtungswinkel und Möglichkeiten die innere Krise, die fast schon einer Trenderscheinung in der heutigen Gesellschaft gleicht zu bezwingen…

      • Valensina sagt:

        Super in Worte gefasst!!!!

        > „…Aber um diese Dinge in vollen Zügen genießen zu können, sollte man bereits die kleinen Dinge lieben, die einem Umgeben und mit sich selbst im reinen sein. Und das geht nur, wenn man einen Teil zur Gemeinschaft Mensch beitragen kann. Es liegt in unserer Natur, dass wir etwas machen müssen und gebraucht werden wollen. Das macht uns Glücklich.
        Das Glück befindet sich im Prozess des Schaffens und nicht des Konsumierens…..“

        > „….Um sein Leben zu genießen, sollte man lernen die kleinen Dinge wert zu schätzen, die einem Täglich umgeben. Die Arbeit, die Mitarbeiter, etc…..“

      • Esqo sagt:

        Sehr schön gesagt, wenn man deinen Text liest, will man dich glatt kennen lernen, no homo! :)

  • Niemand sagt:

    Können sollen dürfen wollen nicht müssen alle niemanden pauschal seine ihre meinungen und Lebensweisen gelten lassen und auch anderen mehrere verschiedene Zyklen und Abschnitte ermöglichen

  • Dietaaa sagt:

    Tja…das blöde ist, das daß ganze wohl auf jeden passt. Ich glaube der Mensch braucht Zweifel und Unsicherheit um sich immer wieder mal klarmachen zu können das es eigentlich gar nicht so schlecht ist was man hat und bisher erreicht hat, bzw es einem viel beschissener gehen könnte.

    Diese Phase hat jeder Mensch, egal ob 30, 40 ,60 usw. Die Frage ob du alles richtig machst und gemacht hast wird dich immer wieder herausfordern nachzudenken.

    Aber was du willst und nicht, kann dir niemand sagen und schon gar nicht der Text aus dem Blog, der zwar nett geschrieben ist, aber total Verallgemeinert und wirklich auf 99% der Leute passt.

    Wie so oft im Leben wirst du Entscheidungen treffen müssen die alles ändern können, sowohl zum positiven als auch zum negativen.

    Das blöde dabei: Du wirst nie herausfinden was passiert wäre, wenn du dich anders entschieden hättest.

  • Max sagt:

    Zwar noch ein bisschen vom Ende der 20iger entfernt, aber genau dieses Gefühl habe ich auch gerade! Perfekt auf den punkt gebracht! Danke dafür. Bin wohl nicht alleine.

  • Thomas sagt:

    Das ist doch vollkommen normal, das man in dieser Krise landet. Niemand hat uns auf die Verantwortung und die Tücken und die Risiken des Lebens vorbereitet, nicht die Schule und nicht die Eltern oder gibt es ein Schulfach : Finanzen und Versicherungen ?

    Wir sind eine materielle Gesellschaft, alles wird gekauft, verbraucht und weggeschmissen. Das funktioniert bei Gegenständen und/oder Beziehungen, Freundschaften usw…

    Ich kann mit dieser ganzen Hipster Mipster Kacke echt nichts anfangen, immer das neueste Smartphone Whattsapp Dauerzustand, aber mit meinem Nachbar im Bus kein Wort reden, echt seltsam.

    Seit meiner Krebserkrankung habe ich die Entscheidung getroffen, mich nicht mehr in diesen Strudel hineinziehen zu lassen, all diese Lebenskrisen Mi Mi ich weiß nicht was für einen Beruf ich machen soll, mein Leben hat keinen Sinn, ist doch nichts gegen einen kranken Körper mit einer ablaufenden Uhr.

    Zieht den Kopf ausm Arsch, lasst euch nicht blenden und vorallem, lebt das Leben was ihr leben wollt und kein anderes !!!

    • Allornothing sagt:

      Diese Krise macht mich wahnsinnig…

      Ich hab nun seit zwei Jahren fast keine Ruhe und grade ist es besonders schlimm.
      Seit ich arbeitssuchend bin sowieso.
      Aber ich stelle ALLES in Frage, mein Umfeld, die Jobsuche, mich, meinen Partner,
      einfach ALLES! Immer mehr komme ich zu der Erkenntnis das ich mal zwei drei Wochen Abstand nehmen muss zu Allem. Wegfahren, abschalten und nachdenken ob alles, so wie es ist, bleiben soll oder ob es besser ist endlich zu leben und die Pläne umzusetzen.
      Glück sieht man den Menschen an und ich bin definitiv nicht mehr Glücklich =(

  • Auch28m sagt:

    Mir geht es exakt genauso :/ Interessant die Kommentare zu lesen

  • CLAUDE sagt:

    Dieser Gastkommentar ist für mich persönlich genau auf den Punkt gebracht! Super!!
    -Wer bist du?! :)
    Ich liebe es solche Beiträge zu lesen und gedanklich in der Selbsterkenntnis zu verweilen.
    Zu realisieren, dass es doch allen genau gleich geht, beruhigt irgendwie.
    Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Lebensweg, dem eigenen Schicksal begleitet uns doch tagtäglich und macht unser Leben spannend und lebenswert.

    Ein schönes Wochenende :)

  • Tobias sagt:

    Die Aufforderungen in den letzten beiden Absätzen sind meiner Meinung nach genau das, was dazu führt, dass sich Leute in der Luxus-Krise befinden: Der Druck ein hippes, szeniges und hyperindividualistisches Leben zu führen.

    • Stephanie sagt:

      Ich bin zwar erst 23, aber ich fühle mich oft verwirrt und vom Leben überfordert. Warum? Weil sich plötzlich diese unendliche Palette an Möglichkeiten vor mir aufgetan hat. Es gibt so vieles, das ich erleben sollte. Sitze ich eine Nacht zu Hause, fühle ich mich bereits als wäre meine Leben langweilig und würde nirgendwohin führen. Wie „Tobias“ schon angemerkt hat, finde ich, dass die Zwanziger mit zu vielen Klischees und Erwartungen überladen sind. Wie soll man dem gerecht werden?

      • Kathi sagt:

        Es ist schon seltsam mit was für „Problemen“ unsere Generation zu „kämpfen“ hat. Bei so vielen Möglichkeiten, die wir heute haben, haben viele anscheinend verlernt, sich zu entscheiden geschweige denn, sich festzulegen. Immer besser, immer hipper, immer individueller und ein Wettrennen darum, wer die geilsten Reisen gemacht, den perfekten Partner gefunden oder ach so originelle Kleidung trägt. Ich finde es sehr traurig, dass keiner einfach mal zufrieden ist. Zufrieden mit den Möglichkeiten, die wir haben: Keinen Krieg miterleben zu müssen, jeden Beruf ergreifen zu können, den man möchte, Zugang zum Gesundheitssystem, freie Partnerwahl egal welchen Geschlechts. Statt rumzuheulen, dass der Druck so groß ist hip sein zu müssen, sollte sich jeder einfach mal entspannen uns sich aufs Wesentliche besinnen.

  • ugi sagt:

    unser problem in der heutigen zeit ist einfach, dass man zu viele erfahrugen im netz liest und sich damit vergleicht und dasselbe erleben will. früher hat man gelebt ohne zu wissen, was die masse auf der welt macht. jeder geht der masse nach und merkt garnicht, das er nur das leben will, was ein anderer schon erlebt hat.

    also nicht zu viele erfahrungsberichte und facebook durchstöbern,nicht zu viel nachdenken was glücklich machen könnte, sondern das machen worauf manlust hat, so ist man glücklich ! =)

  • Dirk ( ein anderer ) sagt:

    Es gibt hier viele schöne Kommentare und jede spiegelt das eigene Leben wieder, die eigene Erfahrung und die dadurch entstandennen Gedanken.
    Wenn ich eins gelernt habe, dann, dass wir uns niemals anmassen sollten, einem anderen zu sagen, was das richtige für Ihn ist.
    Wir dürfen zu hören, unsere persönliche Meinung dazu sagen, aber nie zu etwas raten.
    Wir alle gehen unseren eigenen Weg.
    Niemand ist jemals den Weg der anderen gegangen, also wieso urteilen wir dann über Ihre Wege?
    Wir alle haben noch so viele Leben vor uns, in jedem davon lernen wir etwas dazu.
    Ich habe keine Ahnung, was jeder von Euch in seinem jetzigen Leben lernen will, also kann ich auch niemanden für seinen Weg verurteilen.

    Sich daran zu halten ist sehr schwer, aber ich versuche das jeden Tag aufs neue, einfach weil es meine persönliche Erfahrung ist.

    Darum möchte ich auch noch mal darauf hinweisen, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt

    • ana sagt:

      Recht hast du :)

    • Peter sagt:

      Dirk, du hast sowas von Recht! Super Beitrag!

    • Grete sagt:

      Wenn Menschen in Ihrem Leben die Erfahrung machen wollen Andere zu mißhandeln, dann finde ich kann man diese Menschen sehr Wohl verurteilen.
      Wenn alle Menschen eine gute Gesinnung hätten, dann würde ich dir Recht geben, aber leider ist das nicht aml annähernd der Fall.

      Und zu dem Beitrag von Amelie:
      Das klingt verdammt traurig. Ich denke eher, das Ziel des Lebens sollte sein sich selbst zu kennen und zu lernen sich in die Perspektive anderer Menschen hineinversetzen zu können. Wenn die Menschheit das schafft, würde sich vieles zum Guten wenden.

  • Enrico sagt:

    Wer mit Ende 20 noch so eine Identitätskrise zu bewältigen hat, kann vorher nicht viel gedacht und gelernt haben.

    • Jörn sagt:

      Wie nennt man solche Leute doch gleich…Klugscheißer. Die Weisheit mit Löffeln gegessen u anderen schon als Kind erzählen wollen, was sie denn so alles falsch machen u warum. Nerv getroffen? :-)
      Danke. Weiter gehen!

    • Grete sagt:

      Ich stimme Enrico zu!

      Und Jörn gehört wohl zum pöbelnden Internet Mob. Immer wieder traurig :(

    • Anna-Amalia sagt:

      Ich stimme der Meinung von Enrico überhaupt nicht zu- denn meine eigene bisherige Lebenserfahrung (ich bin 27) hat genau diese These bestätigt: Etwa alle 7 Jahre erneuert sich der Mensch. Siehe da: Letztes Jahr ging es fast allen langjährigen Beziehungen ähnlich: es gab Trennungen, meistens konnten die sich trennenden Partner/-innen gar nicht so genau sagen, warum sie sich trennten. Beim genauern Hinsehen gab es aber starke Parallelen: Trennung nach ca 7 Jahre Beziehung, Zukunftsängste verschiedener Art und dieses bekannte und im obigen Artikel beschriebene Gefühl von „Hey da MUSS doch noch was anders kommen? Wars das schon?“
      Wenn man mal im Internet sucht stößt man ganz schnell auf das Phänomen der sog. „Quaterlife-Crisis“- interessant zu lesen, v.a. wenn man sich selbst momentan in einer solch ähnlichen Lebensphase befindet oder sich befandt.

  • ana sagt:

    Immer auf der Suche nach einem Sinn.
    Reicht es nicht, zu fühlen, zu denken, wahrzunehmen? Zu sein und sich dessen bewusst zu sein? Das ist das einzige, was uns Menschen von Tieren unterscheidet. Wir können nicht anders als uns selbst als Zentrum des Universums wahrzunehmen. Niemals können wir uns wirklich in einen anderen Menschen hineinversetzen. Und anderen Menschen zu helfen und dabei nicht an sich selbst zu denken ist unmöglich. Man hilft und bekommt dafür Emotionen.
    Es geht ums Fühlen von allen Emotionen, die es gibt. Egal ob man diese nun durch sich selbst oder durch den Kontakt mit anderen auslöst. Alle sind auf der Suche danach. Immer.
    Ich glaube nicht an die Suche nach dem Glücklich sein. Ich könnte nicht glücklich sein, wenn ich nicht mehr wüsste, wie es sich anfühlt, traurig, hilflos oder wütend zu sein.
    Menschen sind süchtig nach Emotionen. Alles, was Emotionen auslöst, wird konsumiert. Egal ob das eine neue Handtasche, ein One-Night-Stand oder ein Cheeseburger ist.

  • Hans Wurst sagt:

    Hochphilosophisch dieser Artikel. Ganz im Ernst..statt nun sofort den Partner zu verlassen, das hippe Start-Up zu gründen und die Welt mit Ryanair zu bereisen: Haltet einen Moment inne. Falls euch der Text dann immernoch betrifft, fragt euch was falsch gelaufen ist. Eine Sache könnte sein: Ohne jegliche Information den erstbesten Soziologie-Studiengang ausgewählt zu haben, sich dort dann zu Recht mit den anderen 300 Kom. gelangweilt zu haben und das ganze bereits 10 Semester mit Alkohol betäubt zu haben.

    Ihr seid dann einfach in den letzten Jahren kein bisschen besser geworden. Anstatt jeden Tag Menschen zu helfen und im Krankenhaus Nachtschichten zu schieben, pflegt ihr irgendeinen unbedeutenden Facebook-Account und belügt euch mit dessen Bedeutung.

    Wenn ihr also an dieser abgefuckten Situation etwas ändern wollt, geht ins nächste Altenheim und redet mal mit Demenzkranken für eine Stunde. Macht ausnahmsweise mal nichts für euch. Sondern für andere. Lernt dieser Gesellschaft zu dienen anstatt sie für eure nichtssagenden Karrieren zu nutzen. Ihr seid nichts anderes als die „Früher war alles besser“-Rentner in jung. Die haben die gleichen Probleme, weil sie aus ihrem Leben einfach nichts anständiges gemacht haben. Dabei ist es gar nicht so kompliziert: Sucht euch einen guten Job, der anderen Menschen Mehrwert bringt. (Nein Call-Center und Werbeagenturen gehören nicht dazu), vergesst den Rest der Hippster-Bande und sucht euch Freunde die halbwegs gesund sind (mental) und fang an etwas sinnvolles aus dieser kurzen Zeit zwischen Anfang und Ende zu machen. Ich weiß es, ich hab noch 3 Monate.

    Es grüß
    Hans Wurst

    • Chris sagt:

      Fantastischer Kommentar ! Sowas sollte man eigentlich jedem Menschen frühzeitig im Leben mal sagen: Macht lieber was Sinnvolles anstatt möglichst viel Spass zu haben. Spätestens mit Mitte 30 kommt dann nämlich die Einsicht daß euer Dasein komplett sinnlos ist, und daß der ach-so-uncoole Busfahrer der euch morgens um halb sechs nach Hause fährt es zu wesentlich mehr im Leben gebracht hat als ihr. Hat euer Leben einen positiven Effekt auf die Gesellschaft ? Habt ihr irgendwas erreicht, das die Welt besser macht ? Wenn nein, dann fangt direkt morgen damit an! Nichts motiviert mehr als mit ganzem Herzen und klarem Ziel einer sinnhaften Tätigkeit nachzugehen.

  • Pete sagt:

    Hallo an alle ,
    ich habe eigentlich nur eine frage. Warum antworten hier eigentlich Leute die diese Meinung nicht teilen oder mit einer unglaublichen Arroganz behaupten das nur heulsusen so denken. Kann man dann diesen Blog nicht einfach ignorieren? Das zeugt für mich leider von absoluter unreife und Intoleranz. Warum muss man menschen für eine Erfahrung wie work and Travel diskriminieren, da verstehe ich leider den Kontext nicht. Vieleicht mag es menschen geben die sich genau so fühlen wie es im obigen Text beschrieben ist also warum ist es falsch sich an dieser Stelle im leben genau über solche Punkte Gedanken zu machen. Ich verstehe einfach wirklich nicht das es menschen gibt die ihre Glückseligkeit daraus ziehen ihren Mitmenschen die Meinung streitig zu machen. Und leider zeugt dies trotz der teilweise geschwollenden text Formulierung nicht von überragender sozialer Intelligenz.
    Aber es beruhigt mich sehr zu lesen wie toll einige von euch den Sinn des Lebens verstanden haben und ihn scheinbar auch so perfekt umsetzten wissen. Da kann man doch glatt neidisch werden.
    Gott und ich dachte immer das bei Bauer sucht Frau die fremdschamgrenze schon am Maximum sei 😀

    • Basti sagt:

      Sicher war der Kommentar von Steph recht hart aber es ist wahr. Und die Wahrheit tut immer weh. Denn viele kann man nur mit der Wahrheit aus den Träumen reißen.
      Der Text oben ist wirklich gut geschrieben und kann auch zum Nachdenken anregen aber mal ehrlich er ist auch aus der Sicht durch eine rosarote Brille geschrieben. Das ganze klingt wie aus einem Rosamunde Pilcher Drehbuch wo am Ende alles wieder gut wird.
      Fakt ist, und da stimme ich Steph 100%ig zu, wir sind alle Marionetten des Kapitalismus. Und nur aus diesem Grund verspüren wir benannte Ängste in dem Text.
      Erst gestern wurde der Leitzins auf 0,05% gesenkt. Da frag ich mich doch wie es noch weiter gehen soll? Dispokreditzinsen liegen bei 12% und mehr aber der brave Bürger der seine Rechnungen immer bezahlt und sich etwas für sein Lebensabend ansparen will bekommt nichts. Am Ende gewinnen nur die Großen. Und der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen.
      Wenn einer eine Antwort sucht dann schaltet die Medien ab, löscht eure Facebook-, Twitter- und sonst welche Accounts und macht die Augen auf und hinterfragt alles.

  • Steph sagt:

    Im Voraus schon mal eine Entschuldigung an alle, denen ich mit meinem Kommentar auf die Füße trete. Also Perle pass auf, ich erkläre dir und dem Rest dieser Heulsusen, die deinen kurzen Artikel für ach so toll halten, mal, was bei euch eigentlich schief gelaufen ist. Ihr seid alle Opfer eines Systems, dass nur darauf ausgelegt ist die Menschen klein und dumm zu halten. Wenn du während deines bisherigen Lebens einmal über den Tellerrand hinausgeblickt hättest, womit ich nicht meine, dass du z.B. die Situation von Straßenkindern in Südamerika verstehst, weil du mal da warst und ein vierwöchiges soziales Praktikum bei irgendeiner Hilfsorganisation gemacht hast oder seit geraumer Zeit darauf achtest immer Bio und fairtrade einzukaufen, hättest du vielleicht verstanden, dass da was nicht stimmt in der Welt. Was du hier beschreibst ist ein absolutes Dekadenzproblem. Du und die anderen Menschen, die bei deinem Artikel nen Halbsteifen kriegen, hättet mal während eurer „intellektuellen“ Entwicklung, unter die für euch das Studium fällt und die mit dessen Ende scheinbar auch abgeschlossen ist, mal ein bisschen mehr machen sollen als Party, rumvögeln, Spaß haben und wenn es gut läuft am nächsten morgen verkatert in irgendeiner Vorlesung zu sitzen. Nämlich Augen öffnen und Fragen stellen. Ihr lebt in einer Gesellschaft die krank ist. Alle wollen immer mehr, immer besser, internationaler, größer, schneller, etc.. Und warum wollen das alle? Damit sie nichts anderes wollen können ;). Ganz wenige, die an der Spitze der Konsumgesellschaft stehen, lachen sich täglich einen ab und die halten den Rest der Mannschaft (also euch) klein und dumm, denn dann lasst ihr euch besser manipulieren. Die lassen sich bei diesem System (Kapitalismus) Tag für Tag die Muffe vergolden und sind in ihrer Stellung nur angreifbar, wenn das System ins wanken kommt. Das Passiert aber bei Menschen im Wachkoma, die mit sich selbst und ihrem eigenen kleinen Leben schon völlig überfordert sind, nicht.

    Ohne fragen zu stellen, welche kulturellen Wurzeln ihr damit zerstört, lasst ihr euch auf jeden Scheißtrend ein und zelebriert den Konsum bis zum äußersten. Man kann alles zu jeder Zeit bekommen – und das ist das Optimum. Dafür braucht man ja nur Geld und das ist ganz einfach zu bekommen: Leistung bringen. Und so macht ihr euch kaputt. Arbeitet euch den Arsch ab für horrende Steuern nur um mal ein bisschen nach Malle zu fliegen oder von mir aus auch fünf Wochen durch den Dschungel zu kriechen und Käfer zu fressen (was dann die Lebenserfahrung schlechthin ist) und bringt euch nach zehn Jahren, zwei Burnouts und einer langwierigen Depression selber um.

    Seht ihr nicht wie es immer schlimmer wird mit der Welt? Werte werde vergessen, lieber wird gesoffen oder einfach nur gesagt: „da kann man eh nichts dran ändern.“. Multinationale Konzerne machen jedes Jahr Rekordgewinne auf Kosten der Gesundheit der Weltbevölkerung. Woher kommen denn all die psychischen und degenerativen Krankeheiten oder Zivilisationskrankheiten wie Aids oder Krebs.

    Die Medien füllen euch diesen Rotz jeden Tag ein, damit ihr in diesem Zustand der Unsicherheit ja nicht zu große Sprünge nach vorn macht, aufsteht und mal das Maul aufmacht beispielsweise gegen die Kriegstreiberei in der Ukraine oder das Ende unserer so hoch geschätzten Lebensstandards (TTIP) . Und jetzt kommen wir wieder zu dir und was du machen sollst: wach auf! Hinterfrage das, was die Medien dir erzählen, kläre andere auf und geh auf die Straße! Und mach das bloß nicht weil du dir in deiner neuen Rolle als Revoluzzerin so toll vorkommst und damit du dann ein Bild von dir mit Banner oder Protestschild in der Flosse auf facebook veröffentlich kannst, wie diesen Scheiß hier.

    Glaube mir: wenn du selbst weißt, wo du stehst in einer Welt, die scheinbar zu groß und zu schnell ist, die so übermächtig erscheint und in der man scheinbar keinen Einfluss mehr auf irgendwelche Dinge hat, dann fühlst du dich gut. Du darfst dich nur nicht machtlos fühlen, Angst haben und deswegen sitzen bleiben sondern du musst dich bewegen. Alle deine Fragen und Probleme, die du uns hier so blumig verkündest, werden sich in Luft auflösen.

    • KIRI sagt:

      Und trotzdem lebst du in der gleichen Welt, wie wir alle anderen auch. Da kann man noch so weit über den Tellerrand schauen, und Proteste erheben und sich darüber beklagen, wie schlecht die Welt ist. Ich denke nicht, dass die ständige Jagd nach einer besseren Welt einen irgendwann erfüllen kann. Was bringt es einem, wenn man irgendwann zurückschaut auf die ganzen Demos die man angeführt hat oder all die Leute, die man über alles und jeden aufgeklärt hat. Die ganze Energie, die man für etwas aufwendet, bei dem man nie weiß, ob es irgendwann Früchte tragen wird. Natürlich kann man sich sein Leben lang für so etwas aufopfern aber vielleicht verpasst man dadurch auch viele tolle Sachen, wenn man nur einen kleinen Funken egoistischer denkt und auch um sein eigenes Wohl bemüht ist.

    • PRO Steph sagt:

      Steph, stimme dir absolut zu! Danke für deinen Kommentar, du sprichst mir aus der Seele

    • Er sagt:

      Wenn eins fragwürdiger ist als Menschen, die sich mit Ende 20 mal ein bisschen selbst hinterfragen, egal ob sie nur Rotz gemacht haben oder nicht, sind Menschen die sich auf einen Sockel stellen und meinen weil sie fairtrade einkaufen und den Fernsehr auf den Müll geworfen haben anderen ihre Meinung auf eine Art und Weise aufzudrücken, die nicht wegweisend sondern eher beleidigend rüber kommt und daher nicht gerade lösungsorientiert ist. Da fragt man sich ob es um den Hinweis als solchen geht, wie man die Dinge noch betrachten kann oder ob man sich einfach mal auskotzen wollte- letzteres find ich hier fehl am Platz.

      Ich kann schon verstehen, dass einige der Meinung sind, dass es nicht super produktiv ist sich von Anfang bis ende 20 abzuschießen und sich dann zu fragen, wie es jetzt weiter gehen soll, weil man merkt, dass man nichts geleistet hat- aber dann gleich verurteilen?! Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mir die Frage auch ab und zu stelle, wie es denn jetzt weiter gehen soll, obwohl ich mich schon seit meinem 12Lebensjahr (kam schon durch meine Eltern) in Hilforganisationen eingesetzt habe, kulturelle Projekte voran treibe und nebenbei nach Ausbildung und Studium Vollzeit arbeite. Auch treibe ich Sport und versuche mich bewusst zu ernähren. Jedoch verurteile ich deswegen nicht die Leute, die sich in einer persönlichen „Krise“ befinden. Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch hat auch ein anderes Gefühl dafür, wann er was für ihn wichtiges erreicht hat oder nicht. Deswegen sollte sich jeder auch einfach die Zeit nehmen ab und an darüber nachzu denken, ob nun mit Anfang 20 oder Ende 20 oder wann auch immer spielt doch keine Rolle.

    • Elli01 sagt:

      Mein Gott bist du verbittert …

    • Adrian sagt:

      Steph? Was lässt dich glauben, dass du nicht so wirst wie ich und all die anderen über die du scheinbar so viel weißt? Was ist dein Plan? Ich würde so viel lieber Pläne hören, anstatt Predigten. Also, du scheinst dir Gedanken zu machen und zu lesen und zu hinterfragen. Was ist dein Schluss aus all dem?

  • Ich sagt:

    Was fürn haufen Senf!… lasst Euch doch von dem kack am besten weiter beeinflussen „Ohhh jaaa es muss soo und soo laufen, MUSS JA“

    Drauf geschissen!

    Jeder stirbt für sich allein. Mach aus dem rest was DU willst!

  • sukijaki sagt:

    Vielleicht ist das auch gleichzeitig das Problem, dass man erst mit 20 Jahren anfängt zuviel Sex zu haben ^^Das tut man doch in der Pubertät und durchlebt Tausende enttäuschte Beziehungskrisen aus denen man lernt. Da lässt es sich auch nicht lange warten auf den ersehnten Partner, wenn man aus diesen Tausenden Beziehungnen, die nicht hielten genau den erkennt, der zu einem passt.
    Wenn man erst mit 25 fertig ist mit dem viel Sexhaben, sind auch schon die tollsten Partys vorbei, wo man hätte jemanden treffen können. Freunde und Bekannte, durch welche man hätte jemanden kennenlernen können, ziehen weg oder sind selbst bereits in einer Beziehug und haben keine Lust auf Pirschjagd mitzugehen.
    Also Mädels und Jungs rechtszeitig beginnen und richtig durchstarten im Leben 😉

  • DerPuerAeternus sagt:

    Unterm Strich gibt es auf dieser Welt nur zwei Arten von Menschen:

    Du hast die Schwätzer und die Macher.

    Die meisten sind bloß Schwätzer, die können nichts als labern. Aber wenn alles gesagt ist, dann sind es die Macher, die diese Welt verändern.

    Und wenn sie das tun, verändern sie auch uns, weswegen wir sie nie vergessen.
    Zu welchen gehörst du? Schwätzt du nur rum? Oder stehst du auf und tust etwas?
    Denn eins kannst du mir glauben: Alles andere ist gequirlte Scheiße!

    – Boondock Saints

    und es passt einfach immer wieder zu jeder Lebenslage. 😛

  • Tim sagt:

    Schöner Text! Aber mal ernsthaft. Ich werde jetzt nicht ausholen und mich kurz fassen.
    Alles wird klassifiziert, dass es die unterschiedlichen Altersklassen (Generationen wenn man so will) auch betrifft ist ja auch gut so. Aber es ist falsch zu denken, dass bestimmte Gedankengänge nur ab einem bestimmten Alter hervorkommen. BESTIMMT denken alle die diesen Text lesen und ende Zwanzig sind, „Hey, das trifft ja fast alles genauso zu wie es hier beschrieben wird!“ Aber was ist mit den Leuten die nicht ende Zwanzig sind. Viele die nicht „ENDE ZWANZIG“ oder auch nur annähernd an dieses Alter herankommen (sowohl jünger als auch älter), können diese Gedanken die hier beschrieben werden, sicherlich auch bestätigen!

    Besten Grüße

  • Chrissie87 sagt:

    An sich hat die Verfasserin schon recht. Auch ich (jetzt 27) habe vor ca. einem Jahr eine schwere Krise gehabt. Ich denke, dass es aber ganz natürlich ist und zur Entwicklung dazu gehört. Schließlich kennt man bis zum Ende der Ausbildung/Studium ja nichts anderes, als auf ein Ziel hinzuarbeiten…sei es das Ausbildungsende/Ende des Studiums oder der Einzug in die erste (gemeinsame) Wohnung. Währenddessen macht man sich keine Gedanken, was man Ende 20 so macht, die einzige Sorge ist das „Projekt“ zum Ziel zu bringen. Und dann ist alles vorbei und dann stehst du da und ziehst ein Resümee. Du merkst plötzlich, dass sich dein Umfeld verändert…Freunde kommen und gehen, die ersten (mutigen) gründen eine Familie und ich denke, dass das langsam Druck aufbaut. „Du musst dich jetzt entscheiden!“. Mit Ende 20 ist es problematischer zu sagen, dass man sich beruflich nochmal komplett neu orientiert (Was, jetzt noch was neues anfangen?!) , oder man den langjährigen Partner doch abservieren soll, weil man sich ja auch vielleicht die Option mit der Familienplanung offen halten will (was ist, wenn bis Mitte 30 nichts mehr gescheites auf dem Markt ist?!). Mir geht es zumindest manchmal so, dass man ein Karussel im Kopf hat und nicht so recht weiß, wann man aussteigen soll. Aber warum sollte man an einem bestimmten Punkt eigentlich nicht einfach mal aussteigen? Warum nicht den Schritt riskieren und zum Beispiel Familie gründen? Mittlerweile, nachdem ich diese Phase überwunden habe, habe ich den neuen Lebensabschnitt angenommen mit allen Vor -und Nachteilen. Ich verdiene mein eigenes Geld, ich habe mir gemeinsam mit meinem Partner etwas aufgebaut, ich gehe nicht mehr jedes Wochenende auf Party, was aber nicht bedeutet dass die Wochenenden nun langweiliger sind. Ich habe andere Dinge zu schätzen gelernt und geniesse meine neue „innerliche Akzeptanz“, dass man nun den ersten Lebensabschnitt abgehakt hat. Jede Lebensphase hat seine Vor -und Nachteile. Aber hey, ich bin jung, ich stehe jetzt mit beiden Beinen im Leben und es ist Zeit in der „neuen Phase “ anzukommen. Das Schöne ist, dass man natürlich mit Mitte/Ende 20 nicht blöd angeschaut wird wenn man mal Nächte durchzecht oder in die Disco geht. Genauso ist aber auch ok, wenn du jetzt anfängst eine Familie zu gründen. Ich finde es völlig ok, dass ich nicht mehr jedes Wochenende feiern gehe…wenn wir mal ehrlich sind, war sicher auch die ein- oder andere Party dabei wo man dachte „bohr ist das langweilig“…

    Ich kann jedem das Buch „Quartlife Crisis“ empfehlen. Nicht zu viel nachdenken, einfach leben 😉

  • Johannes sagt:

    Ein wunderbarer Text, in dem sich alle Wohlstandskinder wiederfinden. Ende zwanzig, nur weil man auf Papis&Mamis Kosten durch die Welt gereist ist (work and travel ist ja auch mal richtig krass! Sogar in Australien mal! Hammer, dort ist das Leben auch richtig anstrengend!) und meint, die comfort zone verlassen zu haben, weil man mal zwei bis drei Jahre einen (richtigen) Job hatte, mal paar Bettgeschichten hinter sich gebracht hat, ist man jetzt so (möchtegern) erwachsen und stellt solche Pseudo-Lebens-Philosophie-Phantom-Fragen?

    Also, liebe Annelie, der Artikel ist ohne Zweifel gut geschrieben (keine Ironie), aber ich als End-Zwanziger kann das nicht bestätigen. Ich denke, dass der individuelle Hintergrund eine grosse Rolle spielt, d.h. in welchem „Milieu“ man aufgewachsen ist, ob geschiedene Eltern, die (keine) Akademiker sind, etc.

    Es geht darum, auch mal Verantwortung zu übernehmen, auch mal Krisen mit dem Partner durchzustehen, oder auf der Arbeit mal durchzuhalten (oh nein, 40 Stunden pro Woche arbeiten!), oder sogar mal ein Kind zu bekommen; einfach mal etwas zu Ende bringen. Klar gibt es immer (!) irgendwo etwas besseres, aber macht es uns auch glücklich? Was heisst denn jeweils „besser“?

    Hier ein Link zu einer sehr interessanten Rede von Simon Sinek (hat übrigens sehr viele andere sehr gute topics):https://www.youtube.com/watch?v=jDIZS4IQlQk

    Heute geht es nur um das ICH: 5 Schritte, um MEINE Karriere zu verbessern; 7 Tips, damit ICH glücklich bin; 10 Punkte, damit ICH Millionär werde…ICH ICH ICH. Niemand kommt mal auf die Idee zu fragen, wie ich ANDEREN mal helfen kann, um z.B. abzunehmen oder den Traumjob zu finden (gibt sicher auch andere bessere Beispiele, ich weiss).

    Wahre Erfüllung und Glück kommt nicht mit der ständigen Beschäftigung mit sich selbst, sondern wenn wir etwas für andere tun.

    • GNINNEH sagt:

      Johannes, guter Versuch aber erstaunlich wie beschränkt du in deiner Auffassung bist und pauschal die Schubladen zumachst.
      Es gibt zwei Möglichkeiten; entweder du hast selber viel erlebt, viele Krisen in deinen jungen Jahren überstanden, hart gearbeitet, das Ausland bereist (und damit meine ich nicht Mallorca) und spielst deswegen auf 40 Std Wochen oder augenscheinlich selber nie erlebten, ach so harten Aufenthalt, im Ausland an oder du bist neidisch auf auf das genannte, hast alles selber durchlebt und ich frage mich warum du diese unsinnig unwissende Einleitung verzapft.
      Bestünde evtl die Möglichkeit, dass sich manch Endzwanziger tatsächlich hier wiederfindet? Menschen, die mit 30 nicht viel mehr getan haben als seit 10 Jahren hart zu arbeiten? Mal 60, mal 80 Stunden? Keine 40…! Drumherum ab und an zu leben, manchmal zu genießen, zu lieben, sich etwas aufbauen… Und nun alles in Frage stellen. Weil man in 10 Jahren mehr getan und geschuftet hat als manch einer in 30 Jahren. Womöglich ist es für viele Menschen Realität und keine Pseudo-Lebens-Philosophie-Phantom-Frage, wie du es betitelst?!
      Du hast den Inhalt nicht Verstanden, die Massage, wie man heutzutage sagt. Würdest du das Gefühl kennen, hätte dir die Aussage gefallen, du hättest ihr nicht deine Meinung aufgedrückt. Am besten beginnst du selber damit, etwas für andere zu tun, in dem du akzeptierst was sie leisten und fühlen und nicht glaubst, als würden sie es sich einbilden.

      Ich fühle jeden beschriebenen Satz, ich finde mich darin wieder und befinde an diesem Punkt. Weil ich es, wie viele andere, selber DURCHLEBT habe und nicht unwissend spekuliere.

  • Jörn sagt:

    Ein super Text. Klar trifft nicht alles auf jeden zu, aber ich denke viele Leute Ende 20 finden sich genau in diesem Text wieder. Mir geht es auf jeden Fall und so ich bin 29. :) Es ist auch noch so eine Sache, dass man sich mit Anfang und Mitte 20 denkt: „Ich probiere dass jetzt mal“ und mit Ende 20 das Gefühl hat probieren ist nicht mehr, man sollte sich festlegen auf einen Karriereweg, einen Partner, etc. Denn ansonsten hat man die Angst am Ende alles mal ein bisschen probiert zu haben aber dann mit nichts dazustehen.

  • Dima sagt:

    Ein Artikel von und für Heulsusen. Natürlich, in den Endzwanzigern ist das Leben ja sooo schwierig, am schwierigsten überhaupt. Damals in der Jugend war auch alles kompliziert und später in den Mitdreißigern wird auch alles am hart sein, über das (hohe) Alter müssen wir gar nicht erst reden.
    Im Leben muss man immer Entscheidungen fällen, reflektieren, neue Dinge anfangen, alte loslassen. Das hat mit einem bestimmten Lebensabschnitt überhaupt nichts zu tun. Dieses jämmerliche Rumgeheule ist einfach nur lächerlich und zeigt den Egoismus und die fehlende Empathie der Vefasserin und derjenigen, die diesen Artikel so sehr abfeiern.

    #egoistische Jammerlappen

  • Hm, das kann ich nicht wirklich bestätigen. Trifft für mich eher die Zeit Mitte zwanzig, wenn man aus dem Studium kommt und einem plötzlich „alle Türen offen stehen“ oder man sich zumindest erst mal orientieren muss. Mit Ende zwanzig bin ich da deutlich ruhiger. Klar fragt man sich immer wieder, ob man gerade in die richtige Richtung geht. Aber das sollte man sich bestenfalls sein Leben lang fragen. Und die meisten Menschen (oder vor allem Frauen), die ich kenne, befassen sich mit +/- 30 schon mit der Familienplanung.

  • Alex sagt:

    ohh yeahh, der text ist nicht schlecht, aber es geht auch anders und ich würde ihn prinzipiell nicht auf die allgemeinheit beziehen. also ich glaube das es noch nicht immer so war, das ist ein modernes problem in einer neuen generation heranwachsender menschen. schuld daran ist der kapitalistische markt des westens. dieser überflutete mark oder auch reizüberflutung genannt, macht die menschen gerade in so einer wandlungsphase wuschig im kopf. die meisten lassen sich von vielen kurzaufnahmen des wilden und absolut unabhängigen leben blenden. man sollte auch hin und wieder schätzen was man hat. für viele menschen auf der welt ist es nicht selbstverständlich so eine alltägliche lebensweise zu betreiben wie wir. es ist wichtig einfach mal durch zu ziehen. peace and out

  • Anika sagt:

    Woher kommt bloß dieses blöde „Das war’s jetzt?“ in der heutigen Zeit? woher die Angst, immer etwas zu verpassen? Ich kenne ältere Menschen, die auf ein zufriedenes und erfülltest Leben zurück blicken. Die 40 Jahre in der selben Firma gearbeitet haben, früh geheiratet und Kinder bekommen haben, einmal im Jahr verreist sind und heute alles wieder ganz genauso machen würden, wenn sie noch einmal jung wären. Ich finde es traurig, dass so viele Menschen das Glück und die Entspanntheit einer langjährigen stabilen Ehe niemals kennenlernen, weil sie sich ständig fragen, ob es nicht noch jemanden gibt, der besser zu ihnen passt, der aufregender ist oder mehr zu bieten hat. Es ist auch schade, dass Kinder kriegen heute nicht mehr Teil der Lebensplanung ist oder ständig auf später verschoben wird. Warum sollen einen Kinder daran hindern, etwas zu erleben? Ich kann mit 20 Kinder bekommen, die dann aus dem Haus sind, wenn ich 40 bin und dann habe ich immer noch die zweite Hälfte meines Lebens vor mir, in der ich Reisen kann und neue Dinge ausprobiere. Aber gleichzeitig habe ich Menschen, mit denen ich diese Erlebnisse dann teilen kann. Warum soll es erfüllender sein, bis spät in die Nacht in irgendeinem Start-up in den Meetingräumen zu hängen und Strategiene zu planen, als nach einem Arbeitstag in einem sicheren Job pünktlich nach Hause zu gehen und gemeinsam mit seinen Kindern zu abend zu essen. Warum soll es erfüllender sein, mit der Freundin nach Kuala Lumpur zu reisen, als mit den Kindern ins Schwimmbad zu gehen? Ich bin genau 30 Jahre alt, habe einen festen Job, einen lieben Ehemann und gemeinsam arbeiten wir gerade an der Familie. Und ich genieße mein Leben in vollen Zügen und freue mich auf alles, was kommt, anstatt alles nur in Frage zu stellen und ständig nach neuem zu streben. Kurz: ich bin glücklich.

  • M sagt:

    An sich ist der Text richtig, aber wie immer in letzter Zeit immer wird auch hier wieder das gepredigt, was auch wieder Schuld ist an der ganzen Misere „Den Partner verlassen“, Weltreise machen, Job wechseln.
    Warum nicht endlich mal die Eier, respektive Eierstöcke in der Hose haben und die Sachen die man angefangen hat gerade ziehen und sich auf nen Ziel zu fokussieren anstatt dieses Drama unserer Generation weiter zu führen und wegzulaufen wenn es anstregend wird?

    Ab und an is Zähne zusammenbeissen und druch doch nicht der falsche Weg. Weil man da im Zweifel mehr Erfahrungen sammelt als bei diesem elendigen Weggerenne.

    Auch ein Ende Zwanziger.

  • Julia sagt:

    Ich finde den Blogpost super! Er beschreibt meine momentane Lebenssituation einfach perfekt, ich würde sagen er bringt es auf den Punkt!
    Toll, mehr ist dem nicht hinzuzufügen ausser:

    WENN NICHT JETZT WANN DANN?
    WENN NICH WIR- WER?

  • Schwarzwaldschwabe sagt:

    Die 30 schon lange überschritten…….die 50 stehen vor der Tür…….und ich kann Euch allen da draussen nur sagen……das Leben war…..ist…..und bleibt spannend.
    Jeden Tag aufs neue……und irgendwann werdet Ihr merken…..“In jedem Ende wohnt ein Anfang“.
    Und glaubt mir…..nach Reisen,Familie,Kindern inklusive Haus und grossem Garten………kommt der Tag an dem Ihr Euch wieder fragen werdet……..war da nicht noch was????????????…….das Leben ist Veränderung……sonst würden die Dinos heute noch auf der Erde rumtrampeln 😉
    Ihr müsst nur bereit sein es anzugehen.

  • Rene sagt:

    Ich hab immer gedacht nur mir gehts so :) Das ich nun wo ich die 30 erreicht habe mal intensiv über das bisher erreichte nachgedacht habe und ob ich die richtigen Wege eingeschlagen habe und so. :)

  • Ana sagt:

    Amen! Spricht mir aus der Seele. Aufbruch kann uns vielleicht noch retten! Aber die Zeit ist nicht aufzuhalten. Da helfen auch keine Gebärmutterverpflanzungen und Eizelleneinfrieraktionen. Wir sind sterblich und verrunzeln (vorher) schneller als uns lieb ist.

  • Hypertron8 sagt:

    Hey Annelie,
    Ich verrat dir kurz was (aber bitte nicht erschrecken!):
    Du bist nur eine ganz, ganz kleine Ameise im Ameisenhaufen, und JA, jeden Tag nur irgendwie vor sich hinarbeiten und nur doofe Typen treffen die immer nur kurz den Lörres reinhalten und danach nicht mehr anrufen um dich auf ihrem weißen Schimmel in ihr Schloss zu bringen IST einfach alles…bis du stirbst. Vorher wirste vermutlich noch alt, schwach und krank und leidest die letzten 10 jahre deines Lebens auf menschenunwürdige Art und Weise… aber that’s life, ne ? (Ich kann auch Anglizismen!). Komm damit klar. Wenn Reisen deine Universalantwort ist, mach es, aber verschone mich/uns mit deinem Geseiere.
    Riskieren ? Bank überfallen ?? Will ich sehen ! Du rennst vermutlich schon schreiend weg wenn dich ein Betrunkener im Bus anrülpst…. nur meine zwei Pfennige.

  • Maximilian sagt:

    Wirklich sehr toller Text !
    Für alle ebenfalls suchenden gibt es hier ein wirklich wundervolles Lied, das genau diese Thematik behandelt:
    https://www.youtube.com/watch?v=STZQ0MX-iEM

    Liebe Grüße an alle,
    Maximilian

  • Andreas sagt:

    Naja, grundsätzlich altert der Mensch nicht, sondern er reift! Er altert vielleicht körperlich, geistig wächst er jedoch von Jahr zu Jahr weiter.

    Theoretisch zumindest, nämlich dann, wenn es uns gelingt, all dem Nonsens, den uns die Medien ständig als „wichtig“ einzureden versuchen, aus dem Weg zu gehen verstehen und unser Unterbewußtsein uns somit auf die wirklich wichtigen Dinge sensibilisieren kann. Denn unser Unterbewußtsein steuert, was unser Bewußtsein wahrnimmt. Darum nehmen die meisten Menschen nur Unnützes wahr (wie bspw. die „reality show“ im TV-Programm).

    Theoretisch zumindest, wenn es uns gelingt, unsere Zeit sinnvoll zu nutzen, so daß wir unser Hirn nicht nur mit ständig neuen Informationen zu füttern verstehen, die uns sofort wieder entfallen, sondern mit MEHRWERT zu füllen und diese Informationen auch sinnvoll zum Wohle der Allgemeinheit anzuwenden. Aber so lange wir 40 Stunden pro Woche (zzgl. 2h Pausen sowie 1-2h Arbeitsweg, also insgesamt fast 60h pro Woche!) damit vergeuden, für andere Geld zu verdienen (Arbeitgeber, Staat, Bank, Vermieter), fehlt uns die Ruhe, um die Flut an Informationen, die täglich auf uns einprasselt, sinnvoll zu selektieren!

    Theoretisch, wenn es uns gelingt, unseren Körper so zu pflegen, daß er weniger verfällt. Denn je weniger zeit und je weniger geld wir haben, um so mehr neigen wir dazu, unseren Körper hektisch mit billigen, schlechten, chemieverseuchten Fertiggerichten vollzustopfen anstatt ihn zu ernähren. So behindern wir den Selbstheilungsprozeß unseres Körpers und sabotieren unsere eigene Gesundheit eigentlich!

    Theoetisch, wenn es uns gelingt, Arbeitszeit zu sparen und trotzdem mehr Geld in der Tasche zu haben, um unser Leben, unsere Arbeits-und Freizeitaktivitäten nicht permanent nach der Fülle unseres Geldbeutels gestalten zu müssen.

    Etliche Kommentare hier zeigen mir, daß es vielen UNTERWUSST bewußt ist, daß mit ihrer Lebensgestaltung irgend etwas im Argen ist. Sie wissen nur nicht, wo sie zielführende Informationen, Tips und Anleitung erhalten, um an ihrer Situation etwas zu verbessen, um ihr Leben NACHHALTIG besser zu gestalten. Denn daß die Abhängigkeit von einem Arbeitsplatz heutzutage eine sehr riskante Grundlage für eine sichere, gesunde und lukrative Lebensstrategie darstellt, dürfte jedem selber klar sein! Wie sagte schon Westernlegende Wyatt Earp so schön?

    „Langfristig betrachtet ist es keine sinnvolle Strategie, immer nur für andere zu arbeiten“

    Doch wo fängt man an, nach neuen Antworten zu suchen? Wo findet man neue Wege, die besser, schneller oder zumindest angenehmer ans Ziel führen? „Wenn Du etwas wissen willst, frage einen Erfahrenen und keinen Gelehrten“ sagt ein altes chinesisches Sprichwort. „Ich denke lieber einen Tag über mein Geld nach als ein Leben lang dafür zu arbeiten“ heißt es laut (angeblich) John D. Rockefeller.

    Wann fängst Du an, anders zu denken? Den richtigen Startpunkt dazu findest Du auf unserer Homepage. Aber denke daran: „wenn Du in die falsche Richtung läufst ist es egal, wie schnell zu bist!“

  • Julius sagt:

    Ganz ehrlich: Den Text finde ich nicht beeindruckend; dennoch würde er sich wohl gut als Referenz für eine Bewerbung um ein Praktikum bei NEON eignen.

    Der Text ist so Berlin. Der Text ist so erste Welt. Wenn dein Leben aus Nichts besteht, dann soll es so sein. Planlosigkeit ist ein recht stabiles Konzept. Who cares? Wer sich in der Selbstfindung befindet, sollte nicht permanent andere Menschen mit der eigenen Leere behelligen. Es nervt. 😉

  • Andreas sagt:

    Wenn sich die Zellen des Körpers im Schnitt alle 7 Jahre komplett austauschen, macht es Sinn wenn die Psyche da nachzieht. Der Schmetterling glaubt ja auch nicht er sei eine Raupe 😉

  • Oskar sagt:

    „Und manchmal fehlt einzig und allein eine Sache, um der Stimme des Herzens und der Suche nach Antworten zu folgen: Mut und Entschlossenheit.“

    Mut UND Entschlossenheit sind zwei Sachen wenn ich richtig zählen kann.

  • Gina sagt:

    Das ist ein sehr netter Artikel, interessant, dass Kinder da gar nicht vorkommen, mit 30 hatte ich zwei Kinder im Arm und weder Weltreisen noch Startups im Kopf. Aber jetzt können ja bald alle chillen, Eizelleneinfrieren wird bestimmt auch hier in absehbarer Zeit von unseren Arbeitsgebern unterstützt.

    • Kabel sagt:

      Ähhhhmm?
      Bist du aufn Kopf gefallen???

      Familie gründen bedeutet doch Kinder zu bekommen!!!!

      Oder was Verstehst du unter Familie Gründen???

      Nur mit deinem Partner zusammen zu sein?
      Das bedeutet doch keine Familie gründen…

      Familie gründen bedeutet KINDER zu bekommen!!!
      Ich hoffe ich konnt dir damit nun weiterhelfen

  • Antje B sagt:

    Liebe Annelie,

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich bin 27 und stecke gerade mitten in der Phase der Zweifel und der „War’s das jetzt?“. Ich habe einen coolen Job, von der Welt habe ich schon einiges gesehen und Freunde und Familie stützen mich. Aber ich denke immer wieder: ist es das für mich, möchte ich das so weiter machen? Ich bin so unruhig wie schon lange nicht mehr, aber was es genau ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht ein Mix aus allem? Ich weiß nur eins und zwar, dass ich die einzige Person bin, die das auch ändern kann, aber ich bin froh, dass es mit der Endzwanziger-Krise nicht nur mir so geht.

    LG, Antje

  • Jessie sagt:

    Einfach nur wahr! <3 Wunderbar geschrieben!

    Genauso geht es mir ! Und es kann manchmal dauern bis man sich "wieder gefunden" hat!

  • Schoscho sagt:

    Liebe Annelie!

    Ich habe mit einem Artikel auf deinen Artikel geantwortet… http://schoschoschreibt.com/?p=569 😉
    Liebe Grüße aus Wien.

    Johanna

  • Petra sagt:

    Ich möchte anmerken, dass dieses „mal was riskieren“, „geht raus“ und was sonst noch als tipps am ende des textes steht, für mich viel zu einseitig gesehen ist.. bei diesem ganzen hipster/jung/individuell-seinwollen kommt mir viel zu kurz, wie glücklich und zufrieden ein bodenständigeres leben, ein ruhigeres, ein nicht-alles-ausprobieren-müssen (was meistens mit hochgradigem single-dasein und tausend „bekanntschaften“ einhergeht) sein kann.
    diese art von haltung und texten hat für mich immer eine art von pionier- und individualismus-gehabe, die für mich auch nur ein flüchten ist.. sei es von bindungen (kein vertrauen in andere) oder anderen einschränkungen, die eine vermeintliche freiheit gefährden.

    • Michelle sagt:

      Bin genau deiner Meinung!! Ich denke, ein grosses Problem liegt am Angebot.. Gibt es in einer Beziehung Probleme, wirft man sie weg, es gibt ja genug andere.. Dann kann man heute alles machen, Karriere, Kinder haben, Monate ins Ausland, Jobs wechseln, so dass man sich nicht mehr festlegen und binden möchte.. Letztendlich läufft alles darauf hinaus dass genau die Personen welche immer on tour sind und am lautesten nach Freiheit schreien, eigentlich die sind, welche sich nach einer festen Bindung sehnen..

  • Mangolicious sagt:

    Ich finde, dass jeder für sich selbst seinen eigenen Weg gehen muss. Eine Reise durch “Das wollte ich schon immer mal machen“, “Uh, mach ich auch später irgendwann mal“ oder “Mensch, das mach ich wenn ich mal Zeit habe“.
    Wieso alles auf ‚morgen‘ oder ‚irgendwann‘ verschieben? Man muss oft Risiken in Kauf nehmen und es ist sicherlich nicht immer leicht, aber so doof wie es klingt, man lebt nur einmal, wieso dann nicht die Chancen und Möglichkeiten beim Schopfe packen?
    Man sollte sich klar vor Augen halten, was für Ziele man für die nächste Zeit hat und sollte sich die stets klar machen. Wege dahin gibt es oft viele und nicht immer ist es der, den man geplant hat. Wenn man etwas wirklich will, dann erreicht man es auch.
    Veränderung ist mit Abstand das schwierigste für einen Menschen, denn wir geben nur ungern unsere bequeme ‚Sicherheit‘ freiwillig auf.
    Aber wenn ich etwas bisher gelernt habe, dann ist es das nur stetige Veränderung einen voran bringt. Wir befinden uns immer in einem Zustand der Entwicklung und müssen unseren Weg gehen. Wenn uns jemand auf diesem Weg begleiten will, wieso nicht, aber man sollte sich immer bewusst sein auf seinem eigenen Weg zu sein und nicht jemand anderem hinterherzulaufen!

  • Juli sagt:

    Ich habe mich mit 30 steinalt gefühlt. Gott sei Dank ist das vorbei

  • ALUEX sagt:

    Vernetzt und doch einsam….das trifft es auf den Punkt. Wenn Uni abgeschlossen ist und alle ihren eigenen Weg gehen hat man manchmal das Gefühl zurückzubleiben. Obwohl man selbst den Neuanfang versucht hat….wäre schön, wenn man igendwann wieder wo ankommt und diese Phase vorbei ist!

  • Marta sagt:

    Ich werde schon bald 27, habe einen feinen Job, seit 7 Jahren einen Partner und schreibe gerade an meiner Magisterarbeit. Der Artikel spricht mir aus der Seele. Ich kann mich mit vielen Punkten identifizieren. Ich bin froh wenn ich die Uni hinter mir habe und endlich ein Projekt von meiner Liste streichen kann. Gleichzeitig spüre ich eine andauernde Unruhe in mir. What’s next? War’s das dann für die nächsten 40 Jahre? Heiraten und drei Kinder können ja nicht die Lösung sein, zumindest nicht für mich. Aber auch wenn es mir so geht wie vielen in unserem Alter, frage ich mich gleichzeitig auch ob der Mensch alles haben kann? Sind unsere Träume vielleicht zu sehr geprägt von Hollywood und Co. Oder ist es vielleicht besser sich zurückzulehnen und zu sagen, dass es gut so ist wie es ist. Man muss nicht alles haben. Man muss nicht nach allem Streben. Haben wir Angst vor der Routine, die uns so Rastlos macht oder ist es doch eher die davonrennende Lebenszeit, welche uns angst macht. Die uns vorantreibt, die berühmte Bucket List abzuarbeiten? Mut und Entschlossenheit hören sich toll an, aber ändert sich wirklich so viel wenn ich jetzt meinen Freund verlasse oder meinen Job kündige? Wenn ich nochmal 4 Tage auf MDMA durchfeiere oder durch Asien Reise. Vielleicht, aber vielleicht stehe ich in 7 Jahren vor dem gleichen Problem!

    Cherio aus Wien.

  • getimo sagt:

    Die Überschrift und das Fazit sind meiner Meinung nach falsch. Der Text macht die ganzen verstörten endzwanziger noch unsicherer. Dieses Blablabla ist fast so unerträglich wie der Selbstmitleid derer, die diese Denke versucht haben und gescheitert sind.

    1. Diese ganzen wirren Gedanken gibt es bei den meisten Männern in dieser Form nicht. Deswegen müsste die Überschrift angepasst werden: „Die endzwanziger Krise von Frauen“. Diese unerklärliche „innere Stimme“ ist wahrscheinlich nur auf einen schlecht aufeinander abgestimmten Hormonhaushalt zurückzuführen und die machen halt a bissle durcheinander, nicht wahr. Ach, und dann tickt ja noch die biologische Uhr. Bei Männern nicht so.

    2. Viele haben tatsächlich diese Krise und flüchten sich in genau solche schwammigen Texte. Wunschvorstellungen, utopische Ziele, Erwartungen. Und wir wissen was das alles macht: Frust vorprogrammieren. In Melancholie schwelgen. Weiter rumjammern. Besser wäre es, die Augen jetzt an Ort und Stelle aufzumachen und positiv zu überlegen, anstatt mit dem Partner Schluss zu machen und ne Weltreise zu starten (Klassiker). Manche brauchen den Umweg über so etwas. Ab da wird’s dann schon so egoistisch, dass es kaum zu ertragen ist. Am Ende der Reise kommt man wieder zurück und merkt nämlich, das alles schon davor da war – man hatte nur den Blick nicht dafür. Diese innere Revolution kann man jederzeit an jedem Ort starten – denn es findet im Kopf statt und nicht im Baumboot bei Borneo. Und an dieser Stelle mach ich Platz für einen abgedroschenen Ratschlag:

    Schätze, was du hast.

    • Ksuija sagt:

      Danke, Getimo, das sehe ich (als Frau), genau so.

    • noob sagt:

      Mein Reden, genau so und nicht anders habe ich es in meinem Kommentar auch gemeint.

      Weltreisen kann man auch während seiner Urlaubstage machen… :p

    • bflat sagt:

      Leider neigen die meisten Menschen dazu, immer das zu wollen, was sie nicht haben. Wenn man lernt, das zu schätzen, was man hat und nicht immer nach dem Prinzip schneller, höher, krasser agiert, dann stellt sich eine wunderbare innere Ruhe ein. Weiter geht es ohnehin und manchmal ist es bei aller Motivation eben auch schön, wenn man mal die Muße hat, das bisherige Leben mit Stolz zu betrachten. Ich glaube das hängt auch stark damit zusammen, zu lernen, sich selbst zu achten (zu lieben, zu bewundern, …).

      • Silvia sagt:

        Du sprichst mir aus der Seele, genauso ist es. Musste es auch erst lernen, viele Dinge anders zu sehen. Aber es macht glücklich und zufriedener.

  • storyteller sagt:

    Weit hinter der Endzwanziger-Krise mit Blick auf mein Kind auf dem Weg dorthin kann ich sagen,es wird einem Nichts geschenkt im Leben, aber auch für junge Menschen gibt es Werte die zu erhalten lohnen. Einfach mal auf sein Bauchgefühl vetrauen und nicht auf das Leben der Anderen schielen. Mein Lebensmotto:Es gibt immer einen Weg manchmal ist er sonnenbeschienen und eben,manchmal dunkel und matschig. Aber weiter geht es immer!

  • nadine sagt:

    und dann?? nach dem gefassten mut und dem loslassen…

  • LisaLisa sagt:

    Zwei Dinge, die mir beim Schreiben über diesen Text gekommen sind.
    1) Je weniger man „will“, desto mehr bekommt man.
    2) Vielleicht besteht der Sinn des Lebens darin, sich irgendwann zufrieden zu geben. Und nicht mehr zu suchen, sondern zu finden.

    Mach Dein Herz weit auf. Schon jetzt hat jeder Tag sein kleines Glück für Dich parat.

  • Bunny3782 sagt:

    Ich verstehe den Artikel auch noch, kann mich sehr gut daran erinnern. Ist ja noch nicht ganz so lange her ; ) Die nächste Evolutionsstufe ist die Familie. Zu lernen das man nicht der Mittelpunkt dieser Welt ist und dass es etwas wichtigeres im Leben gibt als Mann (Frau) selbst. Dass man lernt seine Wünsche zurück stellen, seine Freiheiten einzuschränken und ich glaube je mehr Freiheiten man hatte und je mehr man sich selbst verwirklichen konnte ums so schwieriger wird dieser Wandel der Selbstaufgabe und des sich komplett neu definierens.
    Dann wünsche ich dir mal für die nächsten sieben Jahre viel Glück, mehr Gelasseheit und dass du findest was du Suchst. ^^

  • Jens sagt:

    Einer der besten Artikel die mir aus dem Herzen sprechen, Danke!

  • ponte sagt:

    Bla bla bla. Und ich sage nur mit meinen 31 jahren, wems nicht gefällt solls sein lassen. wir sind die generation die alles ereichein kann. Ob du vor 15 jahren eine maurer lehre absoliviert, oder dich für ein studium entschiden hast. weiterbildung, kurse, kurse, kurse,…! Und du bist jetzt! im kader! ich möchte keine 18 mehr sein! Nicht in dieser absoluter, unvernünftigen, von wirtschafts vorgegebener, ausbeutungs industri!

  • Eierschalensollbruchstellenverursacherin sagt:

    Sehr schöner Artikel! Auch ich finde mich darin wieder. Ich freue mich immer, wenn es mal jemand ausspricht und man nicht immer „So ist das Leben halt!“, „Stell dich mal nicht an..“ vor den Latz geknallt kriegt. Klar sind es Luxusprobleme. Aber na und? Es geht mir doch nicht besser, wenn ich weiß, anderen geht es noch schlechter. Das ist sowieso immer Auslegungssache. Ich warte auch immer noch auf ein Zeichen oder einen Anflug von Mut, um mal wieder was zu wagen. Dank dir für diese Worte! :)

  • Franzi sagt:

    Ich ( 26) war letztens mit meiner Mutter ( Anfang 50) spazieren und sie hat mir von einem Artikel über die X- Y Generation erzählt. Es war ein sehr schönes Gespräch, indem jeder seine Seite, sein Empfinden dem anderen Kund getan hat. Keiner wollte den anderen von seinem Leben überzeugen oder das andere schlecht machen. Es war ein Austausch um mehr Verständnis für den anderen zu bekommen. Verständnis heißt für mich : das Leben/ Denken/ Fühlen des anderen zu akzeptieren, aber man muss es selbst nicht machen/ leben.
    Und ich finde das auch in unserer Generation so. Die einen wollen mit 28 Familie, feste Grundstrukturen in ihrem Leben.Das gibt ihnen Halt. Die anderen reisen lieber, geben dafür ihr Geld aus und sind glücklich. Ich denke wir alle machen Dinge, die wir später mal bereuen, hätten es besser bleiben lassen können. Aber das passiert nem Spießer und nem Weltenbummler. Es geht nicht um Überzeugen, dass sein Leben das Beste/ das Richtige ist. Ich finde, dass es wichtig ist “ seinen Weg“ zu finden. Tja und der eine wählt ihn über nen 1500hm Berg, der andere umrundet ihn. Der nächste braucht 4 x 8000hm Berg mit Schneesturm und wiederum geht jemand nur auf dem geraden, bei Sonnenschein spazieren. Aber jeder hat seinen Weg , von Geburt bis zum Tod. Und wenn sich unsere Wege kreuzen, dann ist es etwas Schönes. Vielleicht merkt der 8000er Besteiger, dass das Wandern an einem Fluss auch mal ganz nett ist und der andere gibt vielleicht ein bisschen mehr Gas. Wir sind für uns selbst verantwortlich und nur das zählt. Ich wünsche jedem, dass er sich auf seinem Weg wirklich findet und stolz drauf ist , auf ihm zu gehen. In diesem Sinne: Tolle X-Y..und kommende ABC,…Generationen: Ihr macht euer Ding!!!

    • Steffi sagt:

      Franzi. Danke!
      Ein sehr gutes Plaedoyer an eine so wichtige Sache : Toleranz ! Leben und leben lassen.

      Und Offeneheit fuer Neues, neugierig bleiben und moeglichst vorurteilsfrei ( ich weiss, das ist oftmals sehr schwer )

      Ansichten und Meinungen sind dazu da, dass man sie auch mal aendern darf….Das ist ja das Gute, wenn man sich weiterentwickelt und sich eben im Laufe der Zeit der Blickwinkel aendert…aus welchen Gruenden auch immer.

  • kathy sagt:

    Ich kenne dieses 7Jahre-Ding aus meiner Ausbildung.
    Ich selbst habe mit ende 20 mich scheiden lassen und dann meine große Liebe gefunden. Nur ist diese Liebe jetzt in dieser Phase und meine Angst,ihn zu verlieren ist enorm. Ein tiefes Loch nach dem anderen frisst ihn,ich stehe hilflos daneben und kann nichtschlafen tun,außer zuzuschauen :(
    Habe die Erfahrung gemacht,dass diese Phase immer gen Herbst auftaucht…auch im Freundeskreis lief es in den letzten Jahren so.
    Kann man da nicht dagegen Steuer? :-(
    Naja,…nachvollziehen kann ich diese Phase ja aber als der andere Part ist es eine üble Zeit

  • dachpappe44 sagt:

    die siebener formel ist so alt wie die welt

  • Yo-Click sagt:

    Ich fühle mich grad, als hätte jemand meine Gefühlswelt der letzten Jahre auf den Punkt gebracht. Nach 8 1/2 Jahren Beziehung, gutem Job, eigener Wohnung und einem geregelten Leben habe ich in den letzten 2 Jahren alles über den Haufen geschmissen.
    Neuer Job, neue Beziehung, wieder spontaner sein und einfach leben.
    Ich habe entdeckt, dass ich wieder mehr aus meinem Leben machen muss, damit ich nicht nur den monotonen Alltag habe, sondern genießen kann was der Augenblick mit sich bringt.

  • Toller Artikel! Gut, dass ich meine erste Weltreise schon mit 25 gemacht habe… Ich wusste vielleicht vor anderen, was ich wirklich wollte…

    ABER, die ständige Unruhe, Unsicherheit und Reflektion lässt nicht nach. Nach meiner 15 monatigen Reise habe ich als Unternehmensberater gearbeitet… Das ist Mist! Ich vermisse Berlin, das Leben und das Reisen… Mit jetzigen 28 bin ich genau in der Phase, die ich für mich selber auch als sehr kritisch sehe…

    Wähle ich das Leben als deutscher „Spießbürger“ mit einem guten Job, Karriere und muss mich jetzt auf die Suche der Frau begeben, die mich für den Rest meines Lebens begleiten soll?! Oder soll ich nochmal auf den Putz hauen… Für Parties werd ich langsam zu alt, aber das Reisen zieht mich noch immer in seinen Bann… Ich habe mich für letztes entschieden, da ich mit der deutschen „Liebe“ eh nicht ganz klar komme… Selbständigkeit und die nächste Weltreise steht 2015 an… Jetzt will ich es wissen!

    Mal sehen wie es dann mit 35 wird… Ich seh schon kommen, dass ich mich nach dem Sehne, was mir beim Reisen fehlt… Ein Partner, Liebe (was auch immer das ist) und nen kleines rumrotzendes Schnodderkind #Prinzessin xD

    Da du aber auch das Reisen ansprichst! Ich kann jedem… JEDEM empfehlen, so früh wie möglich lange zu Reisen… Man wird mit jedem Jahr bequemer und anspruchsloser… Ich merke es selber… (Vom Trampen in den Billigbus…)

    Kuss und TSchuss!
    Weltenbummler

    • Roman sagt:

      Du „musst“ gar nichts tun, erst recht keine Frau suchen. Leider wird uns in unserer Gesellschaft immer mehr vorgeschrieben und immer mehr vorgelebt.
      Ich habe sowohl Leute wie dich, Weltenbummler, getroffen, als auch frühe Väter. Der Weltenbummler ist überzeugt, dass Reisen etwas erfüllendes ist. Der Vater ist überzeugt, dass Kinder etwas erfüllendes sind. Mitte-Ende 30 zeigt der Weltenbummler dann Reue, dass er nicht etwas früher eine Familie gegründet hat, sondern nun mit einigen grauen Haaren schon fast wie der Opa seiner Kinder aussieht. Der Vater dagegen bereut es, dass er nicht noch einige Reisen unternommen hat.
      Man bereut immer etwas, aber letzendlich hat man damals zu dieser Situation eben eine Entscheidung getroffen, und damit muss man leben und klar kommen.
      Was man auf keinen Fall tun sollte: Sich vorschreiben zu lassen, wie ein erfülltes Leben aussieht.

  • Hanni sagt:

    WORD! … ich bin froh, endlich mehr über dieses „Generation Y / Luxus-Problem“ zu lesen.
    Hatte ebenfalls darüber angefangen zu schreiben und habe erstaunlich wenig darüber in Blogs gefunden. Aber es scheint der Nerv unserer Generation bzw. dieser Altersklasse zu sein.
    Gefangen in der Freiheit, alles machen zu können, wofür unsere Großeltern und Eltern gekämpft haben und auf der anderen Seite gefangen im Neo-Spießertum zwischen Bausparvertrag und Karriereleiter.
    Ich verharre tatsächlich in einer Art Lethargie und vertraue darauf, dass sich alles glücklich fügen wird!

  • .holger sagt:

    endzwanziger Krise? Davon sehe ich nichts. Wir haben das Studium abgeschlossen, verdienen gutes Geld, sind ungebunden, haben Zeit und endlich auch das Geld die Welt zubereisen uns die unnötigen Dinge zu kaufen, die wir uns im Studium nicht leisten konnten.
    Die endzwanziger/anfangdreißiger sind geil!

  • dani sagt:

    Wahnsinn. Als könnte die Autorin meine Gedanken lesen. Bin 28 und GENAU so wie im Artikel beschrieben geht es mir.

  • ruth sagt:

    Das ist ja jammern auf allerhöchsten Niveau! Zurückschauen, resümieren lohnt sich immer, egal wo man steht, aber in diesem Alter schon senitmental? Ängstlich? Zukunftsscheu?Ihr könnt da eigentlich nix dafür. Ich finde, Ihr hättet Euch mal längstens bei Euren Eltern beschweren müssen, warum sie Euch so wenig lebenstüchtig erzogen haben. In der Zeit, in der Ihr gross geworden seid, vor allen Krisen, ging es Euren Eltern extrem gut. Damit auch Euch. Es wurde Euch alles mundgerecht und optimiert präsentiert. Zeit für Rebellion musste nicht verschwendet werden, denn tätowiert, gepierct, nachtaktiv und tolerant waren Eure Eltern auch. Und jetzt schaut Ihr in die Röhre, denn auf einmal heissts dann doch mal für sich selber Verantwortung zu übernehmen. Frustationstoleranz entwickeln, denn da sind auf einma

    • Michael sagt:

      Na ich bin mir nicht sicher auf welcher Erde Du lebst. Es gab also von 1982 bis heute keine Kriesen und unsere Eltern bekamen alles geschenkt und waren tolerant. So siehts aus 😉

    • Ruths Sohn sagt:

      Liebe Ruth, die du wahrscheinlich meine Mami bist: Leider verstehst du den Text nicht. Es tut mir leid, dass du nicht mit der Generation Y mitfühlen kannst, jeder fühlt eben anders und erlebt anders 😀 Vielleicht schreibst Du irgendwann einen Text über deine Wechseljahre und ich werde mich wundern, was du da meinst. Irgendwie finde ich es aber auch lustig, wie unsere Generation nach außen wirkt und freue mich darauf, was sie in Zukunft verändern wird. Jede Generation verändert etwas, allein schon wegen Immanenz und der Zwangsläufigkeit ihrer Existenz, per Definitionem 😛

    • 😀 haha, genau das habe ich beim Lesen auch gedacht. Mit gerade mal 36 bin ich noch nicht zu alt, um die Generation „Y“ nicht mehr zu verstehen. Aber ich sehe den massiven und nicht ausblendbaren Unterschied zwischen dieser und meiner Generation… wenn man es mal Generation nennen will… Vor kurzem lernte ich einen 26 Jahre jungen Mann kennen, der nicht wusste was ein Dübel ist (!). Studiert. Weltengewandert und nach eigener Aussage auch an dem Punkt, alles schon erlebt zu haben… Lebenserfahrung wird nicht im Internet und auf Vorlesungsbänken gewonnen. Und wo bitte ist die Zufriedenheit mit dem, was schon erreicht wurde? Was ist schlimm an Familie, Gebundenheit und Reisen mit Kind und Kegel? Es kann keine Zufriedenheit geben wenn man noch nichts erreicht oder erschaffen hat, was nachhaltig ist oder einen selber überdauert (von Selfies mal abgesehen). Und die Unzufriedenheit über das Gehalt im Startup kommt in meinen Augen ausschließlich von den zu hohen Erwartungen die gestellt werden. Am besten frisch vom Designstudium in das eigene Loft-Atelier und Lagerfeld Konkurrenz machen. Und nach einem Jahr ein Team für Sich arbeiten lassen. Nichts darf noch Jahre an Arbeit kosten… Alles muss schnell perfekt sein. Und Hip… Danke RUTH für Deinen Kommentar.

      Ach ja und Du, Ruth´s Sohn, solltest aufhören für Sätze wie diesen: „Jede Generation verändert etwas, allein schon wegen Immanenz und der Zwangsläufigkeit ihrer Existenz, per Definitionem :P“ die WiKipedia nach cool klingenden Fremdwörtern zu durchforsten und dann daraus einen Satz zu bauen der in sich schon keinen Sinn macht. Jedenfalls keinen Positiven. Denn durch pure Anwesenheit einer Generation wird gar nichts geändert. Das einzige was diese Generation wahrscheinlich erschafft, ist Stillstand.

  • Nesli sagt:

    Das wahre Glück ist doch eigentlich nichts anderes als auf genau diese “ ? “ in uns selbst die eigene Antwort zu finden. Hinter dem Weg der uns am schwierigsten erscheint,verbirgt such eine „klare Antwort“ auf jede unserer Fragen.Je mehr ehrliches Bewusstsein du dabei zeigst, umso zügiger kommt deine Antwort: in dem wir unser Gewissen night ignorieren, sondern darauf hören.Wenn uns nicht nur das“geliebt werden “ glücklich macht,sondern auch ohne jegliche Erwartungshaltung zu „lieben“.Sobald wir die Vorurteile in uns entdecken, werden wir anfangen die Welt so zu sehen wie Sie wirklich ist Kucken heisst nicht immer sehen, dahinter verbirgt sich die Lehre für jeden einzelnen von uns.Denn das Leben hält für uns all‘ das bereit,was wir uns wünschen,nur die Belohnung kommt erst wenn wir es schaffen ,einfach nur ehrlich zu uns selbst zu sein und jedem einzelnen Wunsch würdig zu sein!!! Denn in jedem von uns ist die einzig grosse Lüge verborgen, unser „EGO“ ! Der einzige Grund für all’die falschen Glaubenssätze, Machtkämpfe, Feindlichkeiten, Krankheiten, Kriege, Neid und all die lieblosen Erfahrungen,die wir alle machen. Der einzige Schlüssel zum Glück ist die“ wahre Liebe“!!!! +die Leckereien,die unser Leben versüßen : Mitgefühl, Geduld, verzeihen,aus den Fehlern lernen und wenn es darauf ankommt stark genug sein um gesunde Selbstkritik auszuüben.<3

  • Isabell R. sagt:

    Hm… ich kenne die Gedanken… ob die Schlussfolgerung die Richtige ist, darauf kann ich von einer, die fast gleich alt ist wie ich, nicht vertrauen….

  • Tobsen sagt:

    Klasse Text! Könnte da gerade meine Situation erkennen unter anderem weil ich dachte mit 27 schon wo ganz anders zu sein. Keine richtige Zukunft und immer noch am bangen ob ich endlich mal eine Festanstellung bekomme. Wenn man 2 Jahre lang kein Gehalt von Arbeitgeber bekommen hat, Auto und Wohnung verloren hat, quasi alles was man sich grad aufgebaut hatte und einem nur Steine in den Weg gelegt wurden macht man sich mit Ende 20 so Gedanken. Vor allem wenn man sieht wie es bei den Freunden läuft. Sicherer Job, Familie, Wohnung und Urlaube. Ja da macht man sich Gedanken und das nicht allzu wenig!

  • Imma sagt:

    Als ob die Autorin in meinem Kopf ihre Inspiration gefunden hat…ich frage mich nur, ob es gut von mir ist, dass es mich erleichtert nicht alleine mit meinen Gedanken zu sein.

  • noob sagt:

    Man kann sich das Leben auch unnötig schwer machen. Midlife Crisis mit Mitte/Ende 20 zu haben ist doch völlig unnötig.
    Die Hauptsache ist doch gesund zu bleiben und nen Dach übern Kopf zu haben.

    Was sollen denn andere Menschen denken, die überhaupt nix haben oder machen können?

    Wer auch noch darüber nachdenkt, wann er/sie eine Weltreise machen soll hat wirklich keine anderen Sorgen oder???

    Können wir froh sein, dass wir in Deutschland leben und einige machen sich unnötige Gedanken, die ich nicht nachvollziehen kann. !!! Nicht reden, einfach machen!!!

    Eine buddhistische Weisheit nebenbei:

    Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.

    PS: ich bin 29!

    • JASMINAR sagt:

      Es geht doch darum, dass man in dieser Phase nicht genau weiß, was man eigentlich machen will.. daher ist „einfach machen“ nicht moeglich.
      Gerade noch die Naechte durchgefeiert und ploetzlich kann man kaum ein Bier trinken ohne zwei Tage ’n Kater zu haben.Uuni fast vollendet und noch keinen genauen Job bzw. Jobaussichten nahe.
      Irrungen und Wirrungen, die auf einmal, unerwartet da sind. Schon beaengstigend..

      Mir und auch einigen meiner Freunde (alle Ende 20) ergeht es momentan leider so..
      gut zu wissen ist aber, dass das Ganze vll einfach ein normaler Teil des Lebens ist :)

  • Dirk sagt:

    Hallo zusammen,

    wenn man sich so innerhalb der Gesellschaft umhört, dann sollte einem diese Problematik nicht unbekannt sein……allerdings denke ich, dass wir hier ein Problem der modernen Gesellschaft haben….alles ist schnelllebig, das Internet,die Technik, persönliche Treffen werden immer seltener…….man liest oft in Hobby-Beschreibungen: chillen, shoppen und feiern…..soll das etwa alles sein ????? Ich denke das viele Menschen der jüngeren Generationen einfach zu viel Langeweile haben….sie wissen mit sich nix mehr anzufangen……sie werden nicht mehr richtig gefordert, und deshalb ist man auch viel früher gestresst und redet von Burn-Out……Frühere Generationen kannten das in dieser Form nicht…..dort war man den ganzen Tag lang sinnvoll beschäftigt und vor allem war man altersgerecht sinnvoller beschäftig…..was haben Kinder von 6 bis 16 Jahren bei Facebook oder ähnlichen Plattformen zu suchen….wozu müssen sie Smartphone´s besitzen ????? Hier geht viel Kreativität verloren…..Ich denke dies alles prägt und nicht gerade vorteilhaft…..mal ehrlich…..wer fast nicht 30 mal am Tag das Handy an und schaut, wer geschrieben hat…..anstatt lieber mal anzurufen, oder sich persönlich zu treffen…..

    Wer viel rumsitzt wird bequem…
    Man fängt an sich zu langweilen…
    Man fängt an über den Sinn und Zweck des Lebens nachzudenken….
    Die Gesellschaft verweichlicht…..
    psychisch bedingte Krankheit häufen sich……
    man läuft schneller vor Problemen weg…..
    man trennt sich schneller anstatt zu kämpfen oder mal was auszuhalten bis bessere Zeiten kommen…..

    Sich selbst mal in den Hintern treten, nach vor blicken….Probleme lösen und nicht davon laufen….

    Oft ist es nur Überwindung……

    Jammern hilft nicht……

  • Dandelion sagt:

    Toller Beitrag. Ich bin noch 28 und konnte mich mit dem Artikel gut identifizieren. Bei mir lief das aber bisher alles etwas anders als bei den anderen. Anfang 20 bin ich bereits Mutter geworden, nachdem ich erfolgreich meine Ausbildung und einen guten Start in meinen Job hatte. Mir war damals noch nicht klar, in welche Richtung es bei mir gehen soll (privat und beruflich!). Und somit habe ich diese Aufgabe angenommen. Mein Sohn ist heute 6 und hatte positiven Einfluss! Eigentlich hat er mir sogar gezeigt, was ich noch alles machen kann/sollte. Auch wenn man in seinem Leben mal an einem Punkt ist, an dem man denkt, es geht nicht weiter oder „was soll jetzt noch kommen?“ – ganz unerwartet gibt es neue Ereignisse. Man sollte offen sein für alles Neue und das Leben leben. Ohne Angst, aber dennoch mit Bedacht – und wie hier so wunderbar steht: mit Mut und Entschlossenheit! Du kannst jeden Tag beginnen – es ist nie zu spät. Und auf Zeichen verlassen? Lieber nicht 😉 #sagniemalsnie

  • Frank sagt:

    Was wäre wenn? fragt man sich und versinkt in Zweifel und Angst?

    Darf man sein handeln so beschneiden, dass man lieber nicht handelt. Lieber sitzen und grübeln ob man die ‚beste‘ Entscheidung getroffen hat? Leben heißt die Summe aller Erfahrungen und die negativen gehören absolut dazu.

    Ich freue mich auf die Zukunft und bin neugierig auf alles was konmt, bin zufrieden in der Gegenwart und habe nichts zu bereuen aus der Vergangenheit. Sie ist nicht mehr veränderbar.

  • kaba sagt:

    Jedesmal wenn ein weiteres Jahrzehnt hinter mir lag, dachte ich retrospektiv: War nicht schlecht, aber war’s das jetzt? Und was hast Du erreicht? Wolltest Du das so? All die Kommentare, die ich grad gelesen habe, sind mir nur zu vertraut. Glück sind kurze Momente und kein dauerhafter Zustand und „Leben ist das, was passiert, während Du andere Pläne schmiedest“. Will sagen, Leben passiert und ich muß es annehmen und verarbeiten. Meine Pläne wurde durch die Realität oft überholt. Und meine Wünsche und Träume an das Leben waren Euren nicht unähnlich. Dennoch war das, was mir dann widerfuhr zwar anders, aber auch nicht schlecht. Inzwischen habe ich das Leben angenommen und verarbeite jeden Tag aufs Neue. Mal glücklich, mal weniger. Mal eher herausfordernd.
    Als Frau, Mitte 60, bin ich endlich angekommen, finde mein Leben gut und habe das Gefühl der Ernte .Jetzt haben meine Pläne mit mir zu tun und ich weiß endlich, was ich will. Und ich werde noch einmal neu durchstarten. Ihr habt noch soviel Zeit, wer sagt denn, daß bis 30 oder 40 alles geschafft sein muß? Ich wünsche Euch, daß Ihr findet, was Ihr sucht und eine Portion Zutrauen und Gelassenheit.
    Hoffentlich klingt das alles nicht zu abgeklärt – es soll eher Mut machen!

    • Elli sagt:

      Das klingt gut und es beruhigt. Gerade dieses „jetzt bist du schon fast 30, da kann man nicht mehr groß was ändern“ ist echt hart zu hören und wirklich glauben will ich das nicht. Danke für diese Ermutigung

  • Rene sagt:

    und ich dachte nur mir geht es mit Ende 20 / Anfang 30 so… Also über das Leben zum ersten mal nachdenken, ob das alles so richtig gelaufen is :)

  • Hedelle sagt:

    Ich bin 26, anfangs Jahr mit meinem Studium fertig geworden, ein klein bisschen Geld auf dem Konto und habe Marokko für mich als unglaublich bereichernde Quelle der Kraft und des Lebens entdeckt. Der Preis: Mein Partner, mit dem ich wundervolle 6 Jahre verbracht habe. Die Entscheidung, eine tolle Partnerschaft aufzugeben, ist unglaublich schwierig und ob es richtig ist, jemand so wertvollen in seinem Leben erst mal loszulassen, keine Ahnung. Aber auch ich bin wie hier so schön benannt in der „endzwanziger Krise“ und habe mich dazu entschlossen, erst mal noch andere Erfahrungen zu sammeln.
    Das Gefühl von Stagnation bringt Unzufriedenheit und sich auf etwas Neues einzulassen birgt scheinbar grosse Risiken.
    Schlussendlich haben wir dieses eine Leben geschenkt bekommen, um uns auch auszuprobieren und zu entfalten und an den Herausforderungen zu wachsen und uns weiterzuentwickeln.
    Vielleicht gibt es auch kein richtig oder falsch, kein schwarz oder weiss, sondern einen Weg, den man zu erkunden hat, weil die Neugier, die Abenteuerlust und das Gefühl zu leben stark in uns verankert sind. Vielleicht ist das einfach das Leben, vielleicht muss es einfach so sein… Wissen tu ich es nicht, aber wie heisst es so schön: C`est la vie! (So ist das Leben!) Und das ist einfach nicht nur geradlinig…

  • Meike sagt:

    ich bin 34, kein Partner, keine Kinder, keine Karriere, keine großen Reisen, kein Erspartes, kein Auto, WG_Leben, nich viel Klamotten und besitze auch sonst nix wesentlich wertvolles 😉

    und mein Leben ist ein absolutes Reich der Fülle und Liebe und Leidenschaft. Ein Leben voller Abenteuer und Kreativität, und ich schwimme kraftvoll meine Bahnen durch die Flüsse und das Meer, egal ob der Strom mal meine Richtung hat oder nicht. Und dann lasse ich mich auch mal tragen von den Strömungen und freue mich darauf zu erfahren wo sie mich hinführen…. :-*

    • Ki sagt:

      Als ich deinen Artikel und einige Kommentare las, hat es mich etwas traurig gestimmt. Ich finde es schade, dass es offensichtlich so vielen jungen Menschen so ergeht. Nun bin ich schon einige Jahre drüber und hatte auch schon die nächste 7er Phase hinter mir, aber bei mir war es nie so, wie von den Meisten beschrieben. Natürlich verlief mein Leben oft nicht so, wie ich es geplant oder es mir gewünscht hatte, aber ich wurde auch so erzogen, dass das Leben nun mal so ist. Da ich sehr früh Halbwaise wurde und meine Mutter mit meiner Schwester und mir allein zurecht kommen musste, hatte sie uns diese Lebensweisheit auf den Weg gegeben. Es ist utopisch am Glück zu arbeiten, da man nie zu dem gewünschten Ergebnis kommen kann. Man kann nur sein Bestes geben und hoffen (!), dass es zum gewünschten Ergebnis kommt. Meiner Erfahrung nach kann man, wenn man ein gutes Familienverhältnis hat, die Misserfolge des Lebens dadurch ganz gut kompensieren und dennoch glücklich sein. Ich war damals als Berufsanfänger auch sehr ehrgeizig, wollte vorwärts kommen, da ich von Anfang an Wohneigentum geplant hatte. Sehr bald musste ich feststellen, dass man in der Berufswelt wenn man nicht aufpasst, schlichtweg verheizt wird – ohne Rücksicht auf Verluste. Ich hatte dann im Laufe der Jahre diverse Jobwechsel, war auch eine Zeit arbeitslos. Heute bin ich seit zehn Jahren in einer Firma, deren Konditionen für Mitarbeiter in der heutigen Zeit ziemlich gut sind, wenn auch nicht hervorragend. Aber ich bin damit zufrieden, da ich weiß, es gibt keine Perfektion. Mein Job selbst macht mir nicht wirklich Spaß, aber wäre das denn der Sinn des Lebens? Fragt irgend jemand irgendwann mal danach, ob ich meine Arbeit gerne mache? Nein, das wohl nicht, weil es nicht wirklich relevant ist, wenn man sein Privatleben entsprechend gestaltet. Nun bin ich selbst Single, hätte natürlich gerne eine eigene Familie, wie so viele andere auch. Nur mache ich mir nicht selbst das Leben schwer, weil ich keine geeignete Partnerin finde. Ich höre oft von Leuten, wenn ich sie frage, ob sie Kinder wollen, „wenn der/die Partner/in geeignet ist“. In dieser Aussage steckt ja schon die Antwort unseres Seins. Die meisten Menschen in unserer Gesellschaft sind eher bereit eine Beziehung einzugehen, damit sie nicht allein sein müssen, anstatt sich selbst treu zu bleiben. Da stellt sich für mich die Frage, muss man sich überhaupt mit Anderen vergleichen und/oder messen? Was bringt das für einen selbst? Sollte man nicht eher in sich reinhorchen und dadurch erfahren, was man wirklich will – egal was andere tun oder wollen? Ich persönlich denke, darin liegt die Lösung des Problems, das leider in unserer Gesellschaft um sich schlägt. Wir vergessen oft in unserer Konsumgesellschaft, dass es wichtigere, allerdings auch unsichtbare Dinge gibt, wie Gesundheit und Freizeit. Es sieht niemand, wenn ich Freizeit habe, ein neues Auto hingegen schon. Ist das vielleicht ein Hilfeschrei, den niemand hört bzw. besteht? Ich hoffe für alle Betroffenen, dass sie ihren Weg gehen und eine gewisse Zufriedenheit erlangen können. Das wäre schön und die Zukunft wird es zeigen.

  • Annelie sagt:

    Ich finde es wahnsinnig toll, wie viele Gedanken zu meinem Text niedergeschrieben werden und ich kann mich auch mit (fast) all euren Worten identifizieren.
    Die Gründe, warum wir uns mit Mitte / Ende Zwanzig / Anfang Dreißig so fühlen, füllen nochmal einen weiteren Text, und viele haben dies hier und auch auf Facebook bereits sehr schön erläutert.
    Ich weiß die kleinen Dinge im Leben zu schätzen und haben schon lange gemerkt, dass das Gras auf der anderen Seite nicht grüner ist 😉
    Mein größter Feind ist wirklich die „olle“ Bequemlichkeit und die Angst vor dem Risiko oder wie es hier so schön gesagt wurde „auf die Fresse“ fallen.
    Das gilt es zu besiegen. Tschakaaa.

    #Endzwanzigerkrisenparty

  • nina sagt:

    In den 20-ern glauben wir an all das, das uns gesagt wurde „du kannst alles erreichen, die welt liegt dir zu füßen, sei ehrlich/gut/fleißig etc etc“ … mit 30 begreifen wir, dass die sätze unserer eltern, die versprechungen der gesellschaft absoluter mist sind, wenn sogar nicht eine täuschung. weder ist die welt so gut noch wir können alles unendlich haben. unsere zeit ist begrenzt, unsere ressourcen auch, wir kommen aus einer bestimmten schicht, haben einen bestimmten körper, bestimmte ausbildung, haben die und die freunde, die und die umgebung. es ist als würde man mitten im schachspiel behaupten, man hätte noch alle möglichkeiten. im gegenteil. mit jedem zug schließt man ein paar andere aus. wir begreifen, dass die welt unserer eltern nicht zu uns passt, dass sie eine verwelkte blume ist. wir fragen uns, was tue ich hier? was mache ich wirklich? wo ist mein flamme? und genau in diesem abschnitt, genau nach diesem feuer der aufklärung entscheiden sich manche für den bau der eigenen welt, sie beginnen diese aktiv zu gestalten mit all den eigenheiten, die sie ausmachen. andere bleiben in den alten wänden, die andere für sie gebaut haben. aber wir alle können uns beim aufstehen fragen: will ich heute glücklich oder unglücklich sein?

  • Kathi sagt:

    Ohje … :-(

    Schlimm, aber auch schön das zu lesen.
    Ich hab sofort losgeheult! :-(

  • Clement sagt:

    Hallo Leute,

    erstmal besten Dank für diesen inspirierenden Artikel. Es ist erstmal schön zu wissen, dass es auch anderen Menschen genauso geht.

    Ich persönlich denke, dass diese Krisenphasen normal und auch gut sind. Ich muss die besagten Symptome nicht weiter systematisieren. Auf jeden Fall glaube ich, dass diese Krisen uns dazu bringen, uns selbst nochmal in einem anderen Licht zu sehen: Habe ich alles erreicht, was ich bis zu diesem Zeitpunkt erreichen wollte? Bin ich selber glücklich und zufrieden? Anfang zwanzig kann man diese „Inner Voice“ sehr leicht mit Freunden, Parties, Drogen, Beziehungen usw. sehr leicht unterdrücken. Wenn man dies aber zum Xten Mal macht weiß man, dass es einem rein garnichts einbringt.

    Aus meiner Sicht sollte man diese Anzeichen nicht ignorieren, sondern sich für einen Weg entscheiden, und diesen durchziehen. Nehmt also diese Krise und transformiert diese in spontanität und Aktion! Selbst wenn man mit Mitte oder Ende Zwanzig einen (oder mehrere) Universitätsabschluss in der Tasche hat, heißt das noch lange nicht, dass man dadurch einfach so seine Lebensziele erfüllt bekommt. Dafür muss man schon kämpfen.

    Wie sagten schon die alten Römer:
    Fortes fortuna adiuvat – Fortune favours the bold

    Mit besten Grüßen und nochmals vielen Dank für den inspirierenden Artikel!

    Clemens

  • Julia sagt:

    so einen unwichtigen Kram hab ich ja ewig nicht gelesen.

  • annabelle sagt:

    Selten habe ich mein Smartphone so oft mit offenem Mund angenickt. Ich weiß nicht, ob es Schicksal war, das ich diesen Artikel gefunden habe, aber ich möchte es so gerne glauben. Er hat mich umarmt wie eine verständnisvolle Mutter ihr trauriges Kind und hat mein Herz federleicht und tonnenschwer zu gleich gemacht. In jedem dieser Worte habe ich mich erkannt und mich vor mir selbst erschrocken.

    Ich bin 27 und fühle mich wohl kaum anders, als die berühmten Mitglieder des Club 27. Ich stehe im permanenten Zwiespalt zwischen den träumen meiner Kindheit und Jugend und der bitteren Realität der erwachsenenwelt. Ich träume von einem erfolgreichen und aufregenden leben, während ich mir ebenso wünsche sesshaft zu werden. Ich kann mich einfach nicht entscheiden. Also bleibe ich stehen und mache weiter, bis es mich kaputt macht, von innen nach außen. Und genau so kaputt bin ich jetzt. Ausgebrannt mit 27. It’s better to burn out than to fade away, waren Kurt cobains letzte Worte seines Abschiedsbriefs. Doch irgendwie fühlt sich ausgebrannt sein nur unwesentlich anders an, als zu verblassen. Ich habe mir ständig etwas neues gesucht, was ich tun kann, in dem ich die beste sein kann. Und bei dem Versuch mich selbst zu finden, habe ich mich komplett verloren und stehe nun mit einer fremden da. Einer unendlich traurigen fremden Frau, die ich nicht trösten kann, weil ich nicht weiß wie. Aber zu wissen, dass ich damit ein kleiner Teil einer großen Gemeinde bin, macht es mir leichter.
    Und deshalb danke ich dir, der Autorin, aber auch allen Kommentarschreibern von ganzem Herzen. Danke!

  • sissie sagt:

    Warum sprechen alle mit Ende 30 von Neuanfang, Schluss machen, weggehen? Vielleicht liegt das Glück so nah. Ich bin seit sechs Jahren in einer glücklichen Beziehung, mit all seinen tiefen und Höhen und seit einer woche Mutter eines kleinen sohnes. Ich habe studiert und arbeite seit mehreren Jahren in einem guten Job, mit all seinen vor und nachteilen. Ich kann mir mein Leben finanzieren. Im übrigen muss ein Job keinen Spaß machen! Ach ja und ich werde nächsten Monat 30. Ich gehörte auch zu den zweiflern, den Leuten die irgendwas suchen, aber nicht wissen was… Das lustige ist, dass es meist genau vor einen liegt aber man sich nur nicht traut es zu sehen. Für mich war es das gründen meiner eigenen Familie. Und seitdem ist das Leben vollkommen, weil man merkt wie unwichtig diese ganzen anderen Dinge sind. Vor knapp eineinhalb Jahren hätte ich nicht mal über ein Kind nachgedacht, aber ich bekam ein zeichen. Vielleicht sollten sich die end-30 er auf die Dinge konzentrieren, die ihnen gegeben sind, die Sie können und sich auch mit ein bisschen weniger zufrieden gebeben. Weniger hinterfragen und die Dinge manchmal eibfach nehmen wie sie sind. Wir haben noch vierzig Jahre Beruf vor uns und müssen uns noch soviel den Kopf zerbrechen….und wahrscheinlich wird es nicht einfacher und besser.
    P.s. seit wann ist man mit Ende 20 zu jung für ein Kind, wenn man mit über 30 schon fast zu alt ist??

    • Elli sagt:

      Sehr schöner Kommentar..auch der letzte satz…

      Ich bin fast 28 und wusste schon bald, dass ich spät mama werde.ich musste mich erstmal selbst finden und bevor das nicht passiert ist, sollte man kein Kind in die welt setzen. Kann sich nicht jeder schon mit anfang 20 bereit für ein kind fühlen.bei manchen dauerts länger, vorallem wenn Schicksalsschläge einen eine ganze zeit lang runterziehen.man sollte sich bereit dafür fühlen.

  • Anna sagt:

    Oh, ihr sprecht mir aus der Seele, gehe schon auf die Mitte 30 zu und habe eigentlich alles, was ich immer haben wollte. Einen gut bezahlten Job dank guter Ausbildung (der aber alles andere als erfüllend ist), eine schöne Wohnung, einen Mann, mit dem ich mir eine Zukunft vorstellen kann, eine liebevolle Familie und und und. Und trotzdem ist da dieser bohrende Stachel. Was willst du vom Leben? Was willst du erreichen? Und der brennt immer stärker. Und man schämt sich, weil man so viel hat und doch nicht glücklich ist.
    Ich habe gemerkt, dass mein Wortschatz immer aus „ich muss noch“ und nicht „ich will noch“ besteht, das ist beklemmend. Aber jetzt packe ich es an, raus aus der Komfortzone, neuen Job suchen, der wirklich das ist, was ich will und machen, was mich glücklich macht und nicht alle um mich herum!

    • Susanne sagt:

      Was meinst Du mit Familie? Deine Ursprungsfamilie oder Deine eigens gegründete? Wenn nicht letzteres gemeint ist, heißt der Stachel vielleicht ganz banal BABY. Wie bei einem Großteil der Schreiberlinge. Alle suchen nach dem großen Glück und in ihrer ganzen Selbstzentriertheit vergessen sie auf ihren Ursprung zu hören, nämlich, dass es an der Zeit ist sich wirklich nachhaltigen Projekten, wie der Familiengründung zu widmen (und Ende 20 ist nun wahrlich nicht viel zu früh!). Da diese scheinbar (leider) mit so vielen negativen Aspekten (Spießer) behaftet ist, wehrt man sich vehement dagegen und verpasst den eigentlichen Sinn des Lebens, bzw. findet erst sehr spät dahin und fragt sich was man mit seiner Zeit davor eigentlich alles angestellt hat und evtl. auch wie man nur so verschwenderisch damit umgehen konnte.
      Ganz ehrlich: Wie nachhaltig ist ein Job? Wie wirkt er in 20 Jahren noch auf Dich? Hat er irgendeine Bedeutung? In den meisten Fällen müssen wir wohl konstituieren, dass kaum was bleibt – es sei denn, wir folgen unserer Berufung und gehen in ihr (vollends) auf (dann heißt der Stachel auch nicht unbedingt Kind)!
      Das soll keine Aufforderung sein: Leute macht Kinder. Aber der Denkanstoß, ob es nicht an der Zeit dafür wäre, wenn der passende Partner mit dem man sich eine Familiengründung vorstellen könnte vorhanden ist und man sich auch psychisch fit fühlt, denn mit jedem weiteren Jahr wird die Entscheidung nicht leichter und die Umstellung auf ein Leben mit Kind gewissermaßen schwieriger, denn Kinder zwingen ihre Eltern definitiv aus der Komfortzone 😉
      In diesem Sinne wünsche ich jedem den passenden Weg für sich zu finden und das Schlusscredo der Autorin zu befolgen: Mut und Entschlossenheit.

  • Volksvernetzer sagt:

    Schöner Artikel. Kenne den 7 Jahresrhythmus aus der Landwirtschaft und der Anthroposophie. In der westlichen Astrologie hat der große Lehrmeister Saturn einen Umlauf um die Erde von 28 Jahren. Alle sieben Jahre steht er also in einem deutlich spürbaren 90 Grad Aspekt. Es heißt, dass mit 28 der Erdling seine erste Lebensaufgabe präsentiert bekommt – allerdings ohne Gebrauchsanleitung gemäß den Angaben der Hersteller. Das Ergebnis fühlt sich so an wie oben beschrieben. Dies ist bei mir im Februar dann 20 Jahre her und ich kann euch beruhigen: sobald man seine Entscheidung getroffen hat, wird es schnell besser.

    Spannend ist, dass egal wofür man sich entscheidet, diese Aufgabe in den nächsten 7 Jahres-Abschnitten erneut mit anderen Gewichtungen erscheinen wird, also mit 35, 42 und 49 Lebensjahren.

    Und das Thema der Lebensaufgabe offenbart sich dann im gemeinsamen Nenner, zumeist in einem abstrakten Begriff wie „loslassen“, „Vertrauen“, „Verantwortung“ oder einem ähnlich esoterischen Begriff. Aber auch diese Offenbarung will gesucht werden und braucht in der Regel einen Geburtshelfer. Dafür gebiert sie als Zwilling eine grosse Gelassenheit, die uns Zuversicht und Vertrauen für die nächsten Krisen schenkt.

    Also macht euch keine Sorgen: alles bleibt wie es wird. Und es bleibt spannend.

  • Chris sagt:

    Ich finde, dass ist genau das Problem der Zeit in der wir leben. Man hört und sieht, v.a. durch die sozialen Netzwerke, immer alles von allem und jedem. Ob man will oder nicht fängt man automatisch an sein Leben mit anderen zu vergleichen.
    Der eine bereist die Welt, die andere macht ihren Master, dritte bekommen ihr zweites Kind. Zumindest sind alle anderen scheinbar viel geiler unterwegs als man selbst.
    Da entsteht dann auch mal schnell der Eindruck, dass man irgendetwas falsch macht und man fängt an zu grübeln.
    Wieso war ich nie Globetrotter oder politisch aktiv oder habe meinen Hochschulabschluss in der Tasche? Warum betreibe ich nicht mal einen Extremsport oder habe wenigstens schon meine große Liebe kennengelernt?!
    Mag sein das ich da alleine stehe aber ich hatte diese ‚Endzwanziger Krise‘ schon mit Mitte zwanzig. Ich wusste nicht was und wohin ich genau wollte, wollte aber gleichzeitig irgendwie alles. Und zwar sofort und auf einmal.
    Ging dann aber überraschender Weise nicht so einfach wie erwartet. Erst recht nicht auf Krampf.
    Passend dazu erscheint mir Montesquieus Aussage, die hier in den Kommentaren zitiert wurde.
    Wir alle haben unsere Träume, Hoffnungen und Wünsche, vor allem jedoch Probleme, Krisen und Misserfolge. Wichtig ist, sich nicht zu sehr mit der Umwelt zu vergleichen und sich nicht über alles zu lange und intensiv den Kopf zu zerbrechen.
    Ich kann nun mit Ende zwanzig sagen, dass es das einzig richtige war, auf meine innere Stimme zu hören und meinen Weg (der Vernunft) zu gehen.
    Auch wenn das hieß: Studium abbrechen und einen Beruf erlernen.
    Nebenbei habe ich auch noch eine tolle Frau kennengelernt und plane für die Zukunft.

    Ich finde man muss nicht zwingend ungewöhnliche Dinge tun oder unbedingt spontan alles hinter sich lassen um glücklich zu werden. Manchmal ist es auch schlicht der vernünftige und einfache Weg der zum Ziel führt.
    Wichtig ist eben nur, dass man glücklich ist.

  • NEELIE X sagt:

    Die Endzwanziger habe ich schon einige Jahre hinter mir und kann Dir definitiv recht geben. Man will alles und möglichst alles auf einmal. Zugleich zweifelt man aber auch irgendwie alles an, vor allem sich selbst! Nicht umsonst gibt es so etwas wie den „Klub 27“ (Kurt, Janis, Jimi, Amy – alle tot mit 27!). Unser Leben ist dann zum Glück doch nicht ganz so aufregend und deshalb überleben die meisten von uns diese existenzbedrohende Zeit auch 😉
    Zustimmen kann ich dir auch bezüglich der Flucht aus der Bequemlichkeit. Mach was und hör auf dir Sorgen zu machen! Ich bin mit 30 ausgewandert, einfach so. Jetzt hab ich mein eigenes kleines Business und kann mich durchaus als glücklich bezeichnen.

  • Mo sagt:

    Je früher man im Leben auf die Fresse fällt,und ja nicht nur einmal und hart sondern dreimal und aufwärts und dabei jedes Mal böse,dann überdenkt man sehr früh,was man will,was man braucht,was einen glücklich macht.Tatsächlich sind die oben genannten Symptome Luxusprobleme,aus meiner Sicht.Weil uns alle Wege offen stehen und damit der Großteil überfordert scheint.Weil,wie schon beschrieben,keiner weiß,was er oder sie will-außer man hatte besagte Krisen(nein,damit meine ich nicht die üblichen Übergänge,wie Pubertät,Studium/Arbeitsleben etc.)schon in frühen Jahren zu meistern.Und wenn dies erfolgreich geschah,weiß man danach seinen Weg.Das wirklich Essentielle kommt erst in solchen Situationen zum Vorschein,deswegen können sie manchmal ganz erfrischend auf unser Leben wirken.

  • Ent-Scheider sagt:

    Guter Beitrag, Danke für die Inspiration.

    Das verflixte 7. Jahr ist eben oft ein Scheidepunkt. Wo sich meist eine längst überfällige Entscheidung nahzu unaufgefordert aufdringt. Man geht getrennte Wege und ein Kompromiss bring einem nicht dem glücklichsein weiter.
    Wer reisen will scheidet seinen Weg von Sattelhaftigkeit (Risiko?) Was bis du bereit aufzugeben?
    Wer sich binded riskiert seine Freiheiten! Wer in seinen wichtigen Jahren nichts riskiert, weil der Mut zur Scheidung vom „Träume leben“ fehlt, geht das größere Risiko ein und erfährt weit weniger Glück als der, der Gefühle, Träume, Partner, Freunde und Dinge loslassen kann.

  • Danny sagt:

    Ich befinde mich gerade in genau dieser Phase. Ab Dezember werde ich keine Studentin mehr sein.. aber was dann? Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht, ob ich den Job, den ich studiert habe, jetzt schon antreten will. Aber man wird ja auch nicht jünger.. Also soll ich was wagen, oder soll ich einfach den vorgezeichneten Weg weitergehen?

    Wieso gibt es eigentlich noch keine App, mit der man mit seinem Zukunfts-Ich schnacken kann?

  • Ja zu Mut und Entschlossenheit, Nein zu „we don’t give a fuck“. :)

  • alex sagt:

    Wahrheut ist deine Moleküle tauschen sich stetig aus und erneuern sich. Nach 7 Jahren ist haben sich alle Moleküle vollständig erneuert. Rein theoretisch bist du also alle 7 Jahre ein neuer Mensch….

  • Das größte Problem ist glaube ich, damit klar zu kommen, dass man im Leben immer Kompromisse machen muss. Wenn Du einen festen Partner hast, kannst Du nicht mehr frei flirten. Wenn Du ständig reist, kannst Du nicht seßhaft werden. Das Gras scheint stetst grüner auf der anderen Seite. Dabei wurde uns immer die vollständige Glückseeligkeit versprochen, wenn wir uns nur genug anstrengen. Und irgendwann wird klar: Das war Bullshit. Das perfekte Leben gibt es nicht. Zumindest nicht auf die Dauer. Und egal, für welchen Weg Du Dich entscheidest, es wird immer 1 Million Wegen geben, die Du deswegen nicht gehen konntest. Und genau das macht es so schwer, sich zu entscheiden. Weil man immer Angst hat, dass die anderen Wege doch die besseren hätten sein können.

    • beer sagt:

      find ich gut, deinen kommentar.
      die kompromisse sinds. ohne gehts nicht, sonst wäre die welt voller egoisten

    • Steffi sagt:

      „Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Und das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind.“ Charles Louis de Montesquieu

      !

      • Alex sagt:

        Leute mal ganz ehrlich, eure „Probleme“ bestehen nur darin neue „Wege“ zu finden/suchen, weil es euch ALLEN zu gut geht, in vielen Ländern ist der einzige Wunsch, ob mit 7 oder 14 oder 20 oder 30 oder 80 Jahren, einfach nur zu Überleben!

        Sei es in Kriegsgebieten, oder durch irgendwelche Skalvenlöhnen die Sie grade so über Wasser halten!

        Und das alles passiert nur aus einem einzigen Grund, damit Ihr hier alle in ruhe nachdenken könnt welchen Weg Ihr einschalgen wollt/könnt und dass auf kosten der Anderen, deren einziger Wunsch ist einfach den nächsten Tag zu erleben!

        Ihr und somit muss ich mich auch dazu zählen, dürfen uns glücklich schätzen das wir zu den 12% der Weltbevökerung gehören, die auf Kosten vom Rest der Welt lebt!
        88% der anderen Weltbevölkerung muss jeden Tag ums Überleben kämpfen, damit wir diese „schwere“ Entscheidungen treffen dürfen.

        Geht raus und hilft den Anderen, damit die auch mal ne Chance kriegen, wenigstens 2 Wege aussuchen zu dürfen!

        • Elli sagt:

          Ja schon klar dass es vielen in anderen Ländern schlecht geht. .aber deswegen werden unsere Probleme trotzdem weiter da sein denn das bringt diese Evolution so mit sich.wir sollten einfach dankbar sein und uns nicht schlecht fühlen. Und das leben ist nicht immer gerecht

    • Patrick sagt:

      Wirklich guter Kommentar Felix! Macht Spaß das hier alles zu lesen!

    • BERLINER26 sagt:

      @ Daniel: Super Kommentar. Nicht jede Entscheidung mag im Nachhinein die richtige gewesen sein, aber wenn sich Ziele setzt kann man zumindest in ein paar Jahren zurück blicken und sagen: Ich habe es geschafft! – Definiert euer Glück und ihr werdet oft merken dass ihr es eigentlich schon glücklich seid. Kompromisse eingehen was euer Leben betrifft sehe ich als größten Fehler – Ihr habt nur eins. Und meiner Meinung nach ist es schlimmer zu sagen: Ich hab es nicht probiert, als es war nicht dir richtige Entscheidung. Denn auch Fehler bringen dich weiter.

  • felix sagt:

    Wow… Ein Blogartikel als Spiegelbild meines inneren Ichs. Gott sei Dank bin ich jetzt schon 30 seit 1 Monat und habe das verzweifelnde Ende 20 hinter mir gelassen. Nur so richtig hören die Zweifel nicht auf. Jeder neue Weg den man einschlägt ist mir neuen Sinn- und „will ich das wirklich“-Fragen bepflastert. Die Entscheidung einfach eine Weltreise zu machen kann doch auch nicht die Lösung sein. Dadurch rennt man eher davon als sich seiner inneren Unruhe zu stellen. Ich glaube die meisten von uns akzeptieren einfach mit Anfang dreißig ihren bisherigen Pfad. Unser Problem liegt doch einfach darin, NICHT akzeptieren zu können, da wir bei jeder Entscheidung glauben besseren Alternativen zu entgehen. Vergleiche dich nicht mit anderen und denke nicht zu viel nach, denn das macht jede Entscheidung nur noch schwerer. Wenn du nach zwei Jahren merkst, doch wieder den falschen Weg gegangen zu sein, dann fängst du halt mit 32 noch ein Medizinstudium an oder versuchst die als DokumentarfilmerIn. Ist doch egal, schließlich hast du im Durchschnitt noch fast 2/3 deiner Lebenszeit vor dir.

    • Steffi sagt:

      Du hast Recht!
      Wenn man sich mit Ü30 Menschen unterhält, fällt einem schnell auf, dass viele anders an ihr Leben gehen, als damals in den 20ern. Ich bin Mitte 20 und Mitten im Strudel der Gedanken, Zweifel und Ängste und freue mich auf die Zeit, wo ich ehrlich und tief aus dem Herzen sagen kann ‚Ach ich scheisse drauf was ihr denkt, ich mache das, was ich jetzt für richtig halte. Und wenn sich das irgendwann als falsch herausstellt, dann war es zumindest für einen kurzen Moment richtig und das zählt‘
      Darauf trinke ich jetzt ein Glas Wein!

      P.s: Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine Weltreise durchaus ‚wegrennen‘ ist..aber das Ergebniss, der Mensch danach, ist grandioser als alles was man sich vorstellen kann!
      Grüße aus Berlin

    • Fuchsel sagt:

      Gehe mit 30 noch mal zur Schule und wenn alles klappt danach studieren. Das war meine Entscheidung und die wird durchgezogen wie all anderen davor. Ich bereue nichts, höchstens machmal zu lange überlegt zu haben. Aber auch das lässt sich ja ändern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *