#Bwatch – was du über Brustkrebs wissen solltest

Mit jährlich rund 72.000 Neuerkrankungen in Deutschland ist Brustkrebs die bei Frauen am häufigsten verbreitete Art von Krebs. Darauf möchten wir im Brustkrebs-Awareness-Monat Oktober aufmerksam machen. Krebs ist ein unangenehmes Thema – niemand denkt gerne an die eigene Sterblichkeit und die Möglichkeit, vielleicht selbst einmal daran zu erkranken. Mäh.

Dass Früherkennung wichtig ist, wissen wir. Ist ja logisch: nachgucken, ob da Krebs ist vs. nicht nachgucken, ob da Krebs ist. Absoluter No-Brainer. Aber wisst ihr, welche Früherkennungsuntersuchungen in eurem Alter empfohlen werden? Geht ihr da tatsächlich hin? Oder lasst ihr den Brief der Krankenkasse zwischen anderen Unterlagen verschwinden, bis er vergessen ist? Wir haben euch hier Wissenswertes zum Thema zusammen gestellt.

Welche Früherkennungs-Möglichkeiten gibt es?

Ab 30 Jahren erhalten Frauen jährlich eine Abtastung der Brüste und Achselhöhlen zusammen mit einer Einführung, wie man sich selbst abtasten kann, durch die Gynäkologin oder den Gynäkologen. Auch wenn diese eigener Erfahrung nach ziemlich kurz ausfällt: Besteht darauf und stellt eure Fragen zum Thema.

Das Abtasten zu Hause, unter der Dusche, vorm Spiegel, im Bett, ist ebenso wichtig. Je besser ihr euer eigenes Gewebe kennt, desto eher fallen euch Veränderungen auf. Eine genaue Anleitung gibt es in diesem Artikel.

Das Mammographie-Screening ist für Frauen ab 50 Jahren alle zwei Jahre (fast immer) kostenlos! Das ist eine Röntgenuntersuchung der Brust. Sie eignet sich zur Brustkrebsfrüherkennung, weil sie schon sehr kleine, nicht tastbare Tumoren in einem frühen Stadium sichtbar machen kann. Das Programm zur Früherkennung von Brustkrebs richtet sich bundesweit an über zehn Millionen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Hier gibt es mehr Informationen.

Außerdem habe ich selbst neulich eine Tastuntersuchung von einer blinden Frau im discovering hands-Zentrum in Berlin durchführen lassen. Einige Krankenkassen tragen diese Untersuchung ab einem Alter von 35 Jahren jährlich. Hier widmen sich sehbehinderte, speziell ausgebildete Frauen ausführlich der Abtastung des potenziell betroffenen Gewebes. Das Team war sehr sympathisch, hat alles genau erklärt, die Untersuchung ist schmerzlos und entspannt.

 

Wer ist vorbelastet und sollte besonders gründlich vorsorgen?

  • Frauen ab dem 50. Lebensjahr sind besonders gefährdet, aber auch jüngere Frauen erkranken an Brustkrebs
  • Frauen mit familiärer Vorbelastung, also wenn nahe Verwandte an Brust- oder Eierstockkrebs erkrankt sind. Ist dagegen nur eine entferntere Verwandte erkrankt, ist das eigene Risiko kaum erhöht.
  • Weitere Faktoren, die die Entstehung von Brustkrebs begünstigen können: hormonelle Einflüsse und eine ungesunde Lebensweise wie das Rauchen, Übergewicht, Bewegungsarmut und Alkoholkonsum. Auch extrem dichtes Brustdrüsengewebe ist mit einem leicht erhöhten Brustkrebsrisiko verbunden.

 

Welche Symptome führt eine Brustkrebserkrankung mit sich?

Das kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. In jedem Fall verdächtig sind alle Verhärtungen und Knötchen an den Brüsten oder Achselhöhlen, außerdem sichtbare Verformungen der Brust oder Veränderungen der Haut, Einziehung der Brustwarze, Blutungen oder andere Absonderungen aus der Brustwarze. Auch wenn das keine eindeutigen Hinweise auf Brustkrebs sind, solltet ihr bei diesen Anzeichen auf jeden Fall eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.

 

#Bwatch? Was ist das?

Der Hashtag #Bwatch steht dafür, dass wir nicht nur auf uns selbst, sondern auch unsere Mitmenschinnen achten. Denn was ist eigentlich mit unseren Freundinnen und Partnerinnen und Müttern und Tanten und Omas und Nachbarinnen? Die sollen doch bitte auch zur Früherkennung, oder?

Früherkennungsuntersuchungen können Schlimmeres verhindern, denn je früher ein Tumor gefunden wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die meisten beim Mammographie-Screening gefundenen Krebsgeschwüre können effektiv bekämpft werden. Das ist doch was!

Also: Guckt genau jetzt in euren Perso, wie alt ihr noch mal seid, schaut nach, ob ihr die Einladung zum Mammographie-Screening schon habt und tastet regelmäßig eure Brust ab. Wenn ihr etwas Auffälliges entdeckt, solltet ihr einen Termin bei der Frauenärztin machen. Natürlich heißt das nicht, dass ihr auch tatsächlich etwas habt – die meisten Veränderungen des Gewebes stellen sich als absolut harmlos heraus, also keine Panik.

Wenn ihr euch um euch selbst gekümmert habt, schreibt euren Lieblingsfrauen eine Nachricht oder einen Brief oder eine Flaschenpost: „Wie sieht es eigentlich mit deiner Brustkrebs-Früherkennung aus?“

Und wenn ihr noch mehr Frauen erreichen wollt, dann teilt oder versendet diesen Artikel. Alle Informationen zum Mammographie-Screening und zum Thema Brustkrebsvorsorge findet ihr hier. Stay healthy!

Dieser Beitrag wurde von der Kooperationsgemeinschaft Mammographie gesponsert. Wir danken. Für alles.

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